12-jährige Sandra Wißmann seit November 2000 in Berlin vermisst
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Die Berliner Polizei erinnert im Rahmen der Kampagne „Spurlos Verschwunden“ an den Fall der seit dem Jahr 2000 vermissten Sandra Wißmann. Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass das Mädchen Opfer eines Kapitalverbrechens wurde.
Im Rahmen der Kampagne „Spurlos Verschwunden“ des Bundeskriminalamtes zum Tag der vermissten Kinder am 25. Mai 2026 haben Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin erneut auf den Fall der seit dem Jahr 2000 vermissten Sandra Wißmann aufmerksam gemacht.
Die damals 12-Jährige verließ am Dienstag, 28. November 2000, gemeinsam mit ihrer Mutter die elterliche Wohnung in der Böckhstraße in Berlin-Kreuzberg. Nach einem kurzen gemeinsamen Weg trennten sich beide.
Sandra suchte anschließend allein das damalige Karstadt-Kaufhaus am Hermannplatz, heute Galeria, auf. Dort wurde sie nach Angaben der Ermittler zwischen 15 und 16 Uhr von Angestellten beim Einkaufen beobachtet.
Danach verließ das Mädchen das Kaufhaus. Zuletzt wurde Sandra gegen 16:45 Uhr auf dem Kottbusser Damm gesehen, als sie in Richtung Landwehrkanal lief.
Der Verbleib der damals 12-Jährigen ist bis heute ungeklärt.
Nach dem aktuellen Ermittlungsstand geht die 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes davon aus, dass Sandra Wißmann Opfer eines Kapitalverbrechens geworden ist.
Sandra Wißmann wurde zum Zeitpunkt ihres Verschwindens wie folgt beschrieben:
- etwa 160 Zentimeter groß
- sportlich, zierlicher Körperbau
- braune Augen
- lange glatte Haare bis über die Schultern, zu einem Zopf gebunden
- einem dunkelbraun-bordeaux-schwarz gemusterten Pullover
- einer schwarzen Jeans
- einer halblangen blauen gesteppten Winterjacke
Die Ermittler fragen:
- Wer hat Sandra Wißmann am Nachmittag des 28. November 2000 oder danach gesehen?
- Wer kann Angaben zu den Umständen ihres Verschwindens machen?
- Wer kann Hinweise zu ihrem möglichen Aufenthaltsort geben?
- Wer hat damals im Bereich Kreuzberg verdächtige Beobachtungen gemacht?
Zeugenaufruf
Hinweise nimmt die 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin telefonisch unter (030) 4664-911555, per E-Mail an LKA115-Hinweis@polizei.berlin.de, über die Internetwache oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.