Die Autobahnpolizei Ahlhorn hat auf der A1 bei Emstek einen technisch schwer mangelhaften Sattelzug gestoppt. Das Gespann überschritt deutlich die zulässige Fahrzeughöhe und verfügte nahezu über keine funktionierende Betriebsbremse.
Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn haben am Freitag, 11. September 2026, gegen 4.50 Uhr auf der A1 im Bereich der Gemeinde Emstek einen verkehrsunsicheren Sattelzug aus dem Verkehr gezogen.
Das Gespann war mit geringer Geschwindigkeit auf der Fahrbahn in Richtung Osnabrück unterwegs. Bereits beim Vorbeifahren fiel den Polizisten der fragwürdige technische Zustand des Fahrzeugs auf.
Die Beamten leiteten daraufhin eine technische Unterwegskontrolle auf einem Autobahnparkplatz ein.
Sämtliche Warnleuchten leuchten
Bei der ersten Kontrolle stellten die Polizisten einen bereits äußerlich schlechten Wartungszustand fest.
Zudem leuchteten sämtliche Warnleuchten im Armaturenbrett der Sattelzugmaschine.
Auch der Sattelanhänger befand sich in einem schlechten Zustand und war bereits stark durch Korrosion geschwächt.
Dach für überhohe Ladung entfernt
Auf dem Sattelanhänger wurden zwei weitere Sattelzugmaschinen sowie zwei Autos transportiert.
Aufgrund der Höhe dieser Ladung war das Dach des Sattelanhängers entfernt worden. Trotzdem überschritt das gesamte Gespann die gesetzlich zulässige Fahrzeughöhe deutlich.
Der Transport befand sich auf dem Weg nach Spanien. Von dort sollte die Ladung mit einem Schiff exportiert werden.
Betriebsbremse nahezu ohne Funktion
Für eine genauere technische Untersuchung brachten die Beamten das Gespann zu einer nahe gelegenen Prüfstation.
Dort waren die Mängel an der Bremsanlage so schwerwiegend, dass eine vollständige Untersuchung auf dem Bremsenprüfstand nicht durchgeführt werden konnte.
Ein undichter Luftpresser der Zugmaschine führte dazu, dass nicht ausreichend Druckluft für die Betriebsbremsanlage zur Verfügung stand. Dadurch war diese nahezu ohne Funktion.
Nach Einschätzung der Polizei wäre in diesem Zustand beispielsweise eine notwendige Gefahrenbremsung an einem Stauende nicht möglich gewesen.
Fahrzeuge als verkehrsunsicher eingestuft
Sowohl die Zugmaschine als auch der Sattelanhänger wurden als verkehrsunsicher eingestuft.
Da von dem Gespann eine konkrete Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer ausging, verhinderte die Polizei die Weiterfahrt mit einer technischen Sperre.
Gegen den in Hamburg wohnenden Fahrzeugverantwortlichen wurde wegen verschiedener Verkehrsverstöße ein umfangreiches Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.