A1 Wildeshausen – Zahlreiche Verstöße bei Tiertransporten
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock, Clint Austin)
Bei einer Großkontrolle auf der A1 bei Wildeshausen (NI) wurden über 100 Fahrzeuge überprüft. Mehr als 70 Prozent wiesen Mängel auf, in mehreren Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet.
Am Donnerstag, 09.04.2026, führte die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oldenburg eine groß angelegte Kontrolle auf der Autobahn 1 in Höhe Wildeshausen durch. Schwerpunkt der Maßnahme war der Transport von lebenden Tieren und Lebensmitteln.
An der behördenübergreifenden Kontrolle waren neben der Polizei auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehrerer Veterinärämter aus umliegenden Landkreisen beteiligt. Zusätzlich unterstützten zwei Tierärzte des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) sowie Kräfte des Bundesamtes für Logistik und Mobilität. Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte im Einsatz.
Im Rahmen der Kontrolle wurden mehr als 100 Fahrzeugeinheiten angehalten und überprüft. Dabei ergab sich eine Beanstandungsquote von über 70 Prozent.
Verstöße bei Tiertransporten
Bei einem Rindertransport stellten die Einsatzkräfte gemeinsam mit Tierärzten fest, dass bei einem doppelstöckigen Kuhtransport die vorgeschriebene Widerristhöhe nicht eingehalten wurde. Mehrere Tiere hatten so wenig Freiraum über dem Widerrist, dass ihre Rückenlinie gegen die obere Begrenzung stieß.
Eine artgerechte Bewegung war dadurch nicht mehr möglich. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.
Nicht transportfähige Tiere entdeckt
Bei zwei weiteren Transporten wurden jeweils Tiere festgestellt, die nicht mehr transportfähig waren.
Eine Kuh wies eine Verletzung auf und konnte sich nur eingeschränkt und vermutlich unter Schmerzen bewegen. Ein Mastschwein war so schwer verletzt, dass es nicht mehr aufstehen konnte.
In beiden Fällen wurden ebenfalls Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.
Die Ermittlungen in allen Fällen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeidirektion Oldenburg