A2 Herford – Gefahrguttransport mit ätzender Flüssigkeit gestoppt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Die Weiterfahrt wurde untersagt und der Sattelzug beschlagnahmt. (Bildquelle: Polizei Bielefeld)
Die Autobahnpolizei Bielefeld hat auf der A2 einen technisch mangelhaften Gefahrgut-Transport gestoppt. Der Sattelzug transportierte rund 19 Tonnen ätzende Flüssigkeit, wies jedoch gravierende Mängel am Fahrzeug und bei der Ladungssicherung auf.
Gefahrguttransport auf der A2 kontrolliert
Am Montag (02.03.2026) gegen 12:50 Uhr kontrollierten Beamte des Verkehrsdienstes der Autobahnpolizei Bielefeld auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover, in Höhe der Anschlussstelle Ostwestfalen-Lippe, einen Sattelzug mit litauischer Zulassung.
Der Mercedes-Benz-Sattelzug transportierte insgesamt rund 23.000 Kilogramm Ladung, darunter 19.000 Kilogramm Gefahrgut in Form von ätzender Flüssigkeit, verpackt in 1000-Liter-Containern (IBC). Die Ladung sollte von Bad Berleburg nach Litauen gebracht werden.

Der Hauptrahmen des Sattelanhängers war an mehreren Stellen gerissen. (Bildquelle: Polizei Bielefeld)
Massive technische Mängel entdeckt
Bei der Kontrolle stellten die Polizisten mehrere gravierende Mängel fest:- An einem Reifen der Antriebsachse löste sich bereits die Lauffläche
- Der Hauptrahmen des Sattelanhängers war an mehreren Stellen gerissen
- Die Spanngurte und weitere Sicherungsmittel waren verschlissen und ungeeignet
- Damit war die Ladung nicht ausreichend gegen Verrutschen gesichert

Auch die Reifen wiesen mehrere große Risse auf. (Bildquelle: Polizei Bielefeld)
Gefahr für schweren Unfall
Nach Einschätzung der Polizei stellte die Kombination aus- großer Menge gefährlicher Ladung,
- technisch mangelhaftem Fahrzeug
- und unzureichender Ladungssicherung
eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr dar. Bei einem möglichen Reifenplatzer auf der Autobahn hätte die schlecht gesicherte ätzende Flüssigkeit schwere Folgen haben können.
Weiterfahrt sofort untersagt
Die Beamten stellten den gesamten Sattelzug sicher und untersagten die Weiterfahrt, bis alle Mängel behoben sind. Aufgrund der Schäden gilt eine Umladung auf ein anderes Fahrzeug als wahrscheinlich.
Gegen den 38-jährigen Fahrer aus Kirgisistan, das litauische Transportunternehmen sowie die deutsche Verladefirma wurden mehrere Verfahren eingeleitet.
Die zu erwartenden Bußgelder belaufen sich insgesamt auf etwa 5.000 Euro. Der Fahrer musste vor Ort eine Sicherheitsleistung von 500 Euro bezahlen.