A20 Greifswald – Zwei Tote bei Unfall mit Krankentransporter
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB 20 bei Greifswald sind am Montag, 22.12.2025, zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Krankentransporter prallte auf einen Lkw. Unter den Todesopfern ist ein 22-jähriger ehrenamtlicher Feuerwehrmann, der eine 90-jährige Patientin begleitete.
Am 22.12.2025 um 19:33 Uhr teilte das Polizeipräsidium Neubrandenburg mit, dass sich am Montag, dem 22.12.2025, gegen 11:00 Uhr auf der Bundesautobahn 20 zwischen dem Parkplatz Peenetal und der Anschlussstelle Greifswald in Fahrtrichtung Lübeck ein schwerer Verkehrsunfall ereignete.
Der 59-jährige deutsche Fahrzeugführer eines Krankentransporters der Marke Ford befuhr die Bundesautobahn 20 aus Richtung Pasewalk kommend in Richtung Lübeck.
Nach ersten Erkenntnissen verlor er zwischen den Anschlussstellen Gützkow und Greifswald die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr auf einen vorausfahrenden Lkw Iveco mit Sattelauflieger auf. Von dort wurde er gegen die Mittelleitplanke und in der weiteren Folge auf die rechte Bankette geschleudert.
Durch den Zusammenstoß wurde der Fahrer des Transporters schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Seine beiden Insassen, eine 90-jährige Deutsche und ein 22-jähriger Deutscher, wurden dabei so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen erlagen.
Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt.
Nach Angaben von Feuerwehrkameraden handelte es sich bei dem 22-jährigen Verstorbenen um den ehrenamtlichen Feuerwehrmann Ben F., der die 90-jährige Frau im Krankentransporter auf dem Weg in ein Krankenhaus begleitete.
Kameraden mehrerer Feuerwehren zeigten sich tief erschüttert über den Tod des jungen Helfers, der als engagiert und hilfsbereit beschrieben wird.
Für zusätzliche Bestürzung sorgte ein Vorfall an der Unfallstelle: Nach Angaben der Feuerwehr der Stadt Gützkow hielt sich eine Person in unmittelbarer Nähe des Geschehens auf und filmte den Einsatz.
Dieses Verhalten wurde von den Einsatzkräften scharf kritisiert, da es die Arbeit vor Ort behinderte und für die Helfer eine zusätzliche psychische Belastung darstellte.
Zahlreiche Feuerwehren und Hilfsorganisationen, unter anderem aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, bekundeten öffentlich ihre Anteilnahme. In Gedenkbeiträgen wird Ben F. als junger Kamerad mit vielen Plänen und großer Einsatzbereitschaft beschrieben.
Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Zur Ermittlung des Unfallhergangs kam ein Gutachter der DEKRA zum Einsatz. Die Autobahn in Fahrtrichtung Lübeck war zur Unfallaufnahme und für die Bergungsmaßnahmen für fünf Stunden gesperrt.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Neubrandenburg