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A44 Lichtenau – Drei Tote nach Glatteis-Massenkarambolage

A44 Lichtenau – Drei Tote nach Glatteis-Massenkarambolage

23.01.2026 | 12:32

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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A44 Lichtenau – Drei Tote nach Glatteis-Massenkarambolage

Ein Lkw-Fahrer verstarb bei dem Unfall noch im Fahrzeug. (Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Bad Wünnenberg)

Auf der A44 kam es in der Nacht zu 18 Glätteunfällen. Drei Menschen starben, elf wurden verletzt. Ein Lkw-Brand, Folgecrashs in beiden Richtungen und stundenlange Sperrungen sorgten für ein Verkehrschaos.

Glatteis-Kettenreaktion auf der A44: Drei Tote bei 18 Unfällen

Auf der Autobahn 44 zwischen Marsberg, Lichtenau und dem Kreuz Wünnenberg-Haaren ist es in der Nacht zu Freitag (23.01.2026) zu einer schweren Glatteis-Massenkarambolage gekommen.
Insgesamt ereigneten sich 18 Verkehrsunfälle, bei denen drei Menschen ums Leben kamen und elf weitere verletzt wurden.
Der erste tödliche Unfall geschah gegen 01:30 Uhr in Fahrtrichtung Dortmund. Ein 48-jähriger Mann aus Bielefeld fuhr mit einem 3,5-Tonnen-Lkw auf einen auf dem Seitenstreifen abgestellten Sattelauflieger auf.
Der Fahrer des Klein-Lkw verstarb noch an der Unfallstelle. Der mit Papier beladene Sattelzug geriet nach dem Zusammenstoß in Vollbrand, dessen Fahrer sich jedoch selbst aus dem Führerhaus retten konnte.
In der Folge kam es auf beiden Richtungsfahrbahnen zu insgesamt 17 weiteren Unfällen, die teilweise ebenfalls auf die extreme Glätte zurückzuführen sind.
Besonders schwerwiegend war ein weiterer Unfall gegen 02:30 Uhr in Fahrtrichtung Kassel. Dort wechselte ein Lkw-Fahrer vom rechten auf den linken Fahrstreifen, um einen in Schrittgeschwindigkeit fahrenden Pkw zu überholen.
Dabei wurde der Pkw zunächst leicht touchiert. Kurz darauf prallte der Lkw auf einen vorausfahrenden Lastwagen. Der 60-jährige Fahrer und sein 63-jähriger Beifahrer, beide italienische Staatsangehörige, kamen dabei ums Leben.
A44 Lichtenau – Drei Tote nach Glatteis-Massenkarambolage

Die A44 war aufgrund der Vielzahl an Unfällen stundenlang voll gesperrt. (Bildquelle: Feuerwehr Marsberg)

Verkehrsunfallaufnahme-Teams der Polizei Bielefeld und der Polizei Münster waren im Großeinsatz

Polizeikräfte kümmerten sich um Zeugen, Betroffene und Angehörige, zudem wurden Maßnahmen des polizeilichen Opferschutzes durchgeführt. Zeitgleich wurden umfangreiche Maßnahmen zur Rückführung der im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer eingeleitet.
An den Anschlussstellen Diemelstadt sowie am Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren wurden Ableitungen eingerichtet, was zu erheblichen Belastungen auf den Ausweichstrecken führte.
Gegen 17:10 Uhr konnte die Fahrbahn in Richtung Dortmund wieder vollständig freigegeben werden. Die Sperrung in Fahrtrichtung Kassel bestand am späten Nachmittag weiterhin, da dort noch intensiv an der Unfallaufnahme und Bergung gearbeitet wurde.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Bielefeld

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