Nach einem tödlichen Unfall auf der A6 bei Nürnberg am 12.01.2026 veröffentlichte ein Unbekannter ein Video eines brennenden Opfers im Netz. Die Polizei ermittelt wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte und unterlassener Hilfeleistung.
Am 12.01.2026 kam es auf der Bundesautobahn A6 kurz vor dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd zu einem tödlichen Verkehrsunfall (siehe Meldung 31).
Nach Abschluss der Unfallaufnahme veröffentlichte ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer ein Video in den sozialen Medien, das das Unfallgeschehen aus unmittelbarer Nähe zeigte.
Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie ein 64-jähriger Unfallbeteiligter brennend von anderen Verkehrsteilnehmern aus seinem Fahrzeug geborgen wird.
Die Veröffentlichung dieses Videos stellt einen schweren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Unfallopfers dar.
Zudem wurde gegen den Täter ein Strafverfahren wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte und unterlassener Hilfeleistung eingeleitet.
Die Malteser Nürnberg unterstützten die Einsatzkräfte. (Bildquelle: Malteser Nürnberg)
Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht führt umfangreiche Ermittlungen zur Identifizierung des Verfassers des Videos. Nach Einschätzung der Polizei wurde das Video vermutlich von einem Verkehrsteilnehmer aufgenommen, der auf der Gegenfahrbahn im Stau stand.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die Gefahren und die rechtlichen Konsequenzen des Gaffens hin. Wer Rettungskräfte behindert, keine Hilfe leistet oder Aufnahmen von Unfallopfern verbreitet, muss mit empfindlichen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen rechnen.
Appell der Polizei
Leisten Sie Hilfe, wenn Sie dazu in der Lage sind. Verlassen Sie Unfallstellen zügig, schaffen Sie Platz für Einsatzkräfte – und wahren Sie die Würde der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Mittelfranken
Meldung zum Unfall