Ahrensburg – Frau mit Machete lebensgefährlich verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein 32-Jähriger soll in Ahrensburg eine 43-jährige Frau und einen 54-jährigen Mann mit einem langen machetenartigen Schwert angegriffen haben. Die Frau wurde lebensgefährlich, ihr Begleiter leicht verletzt. Gegen den Tatverdächtigen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.
Am Montagvormittag, 7. September 2026, sind eine 43-jährige Frau und ein 54-jähriger Mann im Ostpreußenweg in Ahrensburg angegriffen worden.
Angriff vor Mehrfamilienhaus in Ahrensburg
Die beiden in Lübeck wohnenden Geschädigten waren gegen 9.45 Uhr mit Reinigungsarbeiten in einem dortigen Mehrfamilienhaus beschäftigt, als sich ihnen ein 32 Jahre alter Mann aus dem Kreis Stormarn näherte.
Der Tatverdächtige hatte nach bisherigen Erkenntnissen ein langes machetenartiges Schwert bei sich.
Frau und Mann flüchten in ihr Auto
Als sich der 32-Jährige mit der Waffe näherte, flüchteten die 43-Jährige und ihr 54-jähriger Begleiter ins Freie und suchten Schutz in ihrem Auto.
Der Tatverdächtige soll daraufhin eine Scheibe des Fahrzeugs eingeschlagen haben.
Anschließend soll er die 43-Jährige mit der Hiebwaffe angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben.
Als der 54-Jährige der schwer verletzten Frau zu Hilfe kam, wurde auch er im Kontakt mit dem Tatverdächtigen leicht verletzt.
Polizei nimmt 32-Jährigen kurz nach der Tat fest
Nach dem Angriff entfernte sich der Tatverdächtige zu Fuß vom Tatort.
Aufgrund mehrerer Zeugenhinweise gelang es Einsatzkräften der Polizei, den 32-Jährigen unmittelbar nach der Tat in der Nähe des Tatortes festzunehmen.
Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand nach Angaben der Polizei anschließend nicht mehr.
Einsatzkräfte beschlagnahmten am Tatort ein langes machetenartiges Schwert. Spezialisten der Spurensicherung der Kriminalpolizei sicherten zudem Spuren und weitere Beweismittel.
Mordkommission ermittelt wegen versuchten Totschlags
Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Lübeck und die Staatsanwaltschaft Lübeck leiteten gegen den 32-jährigen deutschen Staatsangehörigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ein.
Der Hintergrund des Angriffs ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Nach dem aktuellen Ermittlungsstand kannten die 43-jährige Frau und der 54-jährige Mann den Tatverdächtigen nicht.
Auch Anhaltspunkte für eine politisch motivierte Tat liegen nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit nicht vor.
Hinweise auf psychischen Ausnahmezustand werden geprüft
Bereits nach der Festnahme lagen Hinweise darauf vor, dass sich der 32-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs möglicherweise in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.
Diese Anhaltspunkte werden im Rahmen der weiteren Ermittlungen geprüft.
Der Tatverdächtige befand sich nach seiner Festnahme zunächst im Polizeigewahrsam.
Richter ordnet Unterbringung in psychiatrischem Krankenhaus an
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der 32-Jährige am Dienstagmittag, 8. September 2026, einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Lübeck vorgeführt.
Der Ermittlungsrichter ordnete die einstweilige Unterbringung des Tatverdächtigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an.
Am Dienstagnachmittag wurde der 32-Jährige daraufhin in eine psychiatrische Klinik gebracht.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Lübeck wegen des Verdachts des versuchten Totschlags dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeidirektion Lübeck und Staatsanwaltschaft Lübeck