Albstadt – Messerangriff an Schule auf Lehrerin und 11-Jährigen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach einem Messerangriff auf einen elfjährigen Schüler und eine Lehrerin an einer Schule in Albstadt-Ebingen sitzt ein 15-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Der Jugendliche soll gezielt mit einem Küchenmesser in die Schule gegangen sein, um andere Menschen zu verletzen.
Nach einem Messerangriff auf einen elfjährigen Schüler und eine Lehrerin an einer Schule in Albstadt-Ebingen im Zollernalbkreis befindet sich ein 15-jähriger Tatverdächtiger inzwischen in Untersuchungshaft. Der Jugendliche soll am Dienstagmorgen, 13. Oktober 2026, zunächst eine Lehrerin körperlich angegriffen und anschließend einen Schüler mit einem Küchenmesser verletzt haben.
15-Jähriger greift Lehrerin und Schüler in Schule an
Der 15-jährige ukrainische Staatsangehörige, der früher selbst Schüler der betroffenen Schule war, soll am Dienstagmorgen kurz vor 07:30 Uhr gemeinsam mit weiteren Schülern das Schulgebäude der Hohenbergschule in der Hohenzollernstraße in Albstadt-Ebingen betreten haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen griff der Jugendliche unvermittelt eine Lehrerin mit Faustschlägen an. Andere Lehrkräfte griffen ein und zogen den 15-Jährigen von der Frau weg.
Als der Jugendliche anschließend das Schulgebäude verlassen wollte, soll er einen elfjährigen Schüler mit einem Küchenmesser angegriffen und verletzt haben.
Lehrkräfte konnten den Tatverdächtigen daraufhin widerstandslos in einen anderen Raum führen. Dort nahmen ihn die zwischenzeitlich eingetroffenen Polizeibeamten vorläufig fest. Das bei der Tat verwendete Küchenmesser wurde sichergestellt.
Elfjähriger Schüler muss stationär ins Krankenhaus
Der elfjährige Schüler erlitt durch den Messerangriff leichte Verletzungen. Er wurde von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen.
Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass die angegriffene Lehrerin unverletzt geblieben war. Im Laufe der weiteren Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass auch sie durch das Messer leichte Verletzungen erlitten hatte.
Die Lehrerin begab sich am Dienstagnachmittag selbstständig in ärztliche Behandlung.
Jugendlicher soll gezielt mit Messer zur Schule gegangen sein
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hechingen und des Kriminalkommissariats Balingen ergaben Hinweise darauf, dass der 15-Jährige gezielt mit einem Messer in die Schule gegangen sein soll, um andere Personen zu verletzen.
Nach Einschätzung der Ermittler soll der Jugendliche bei dem Angriff auf den elfjährigen Schüler dessen Tod zumindest billigend in Kauf genommen haben.
Deshalb wird gegen den 15-Jährigen inzwischen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der zweifachen gefährlichen Körperverletzung ermittelt.
Der Jugendliche hat die Tat nach Polizeiangaben gestanden. Strafrechtlich war er zuvor noch nicht in Erscheinung getreten.
Haftrichterin ordnet Untersuchungshaft an
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hechingen wurde der 15-Jährige am Mittwochnachmittag, 14. Oktober 2026, einer Haftrichterin beim Amtsgericht Hechingen vorgeführt.
Die Richterin setzte den beantragten Haftbefehl in Vollzug und ordnete Untersuchungshaft gegen den Jugendlichen an.
Anschließend wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Kriminalpolizei ermittelt weiter zum Tatmotiv
Die Hintergründe des Messerangriffs sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Insbesondere das Motiv des 15-Jährigen ist bislang nicht abschließend geklärt.
Das Kriminalkommissariat Balingen führt die weiteren Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hechingen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Reutlingen