Ein Großbrand hat am Donnerstagabend ein bekanntes Biker-Hotel in Apen (Landkreis Ammerland) vollständig zerstört. Rund 180 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen. Frost, Wind und schwierige Wasserversorgung erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Verletzt wurde niemand.
Am Donnerstagabend (22.01.2026) ist es in Apen (Niedersachsen) zu einem Großbrand in dem beliebten Biker-Hotel „Zur Schanze“ gekommen.
Gegen Abend alarmierte ein Anwohner die Feuerwehr, nachdem er Flammenschein über dem Gebäude bemerkt hatte. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Hotel bereits in Vollbrand, meterhohe Flammen schlugen aus dem Dachstuhl.
Insgesamt waren rund 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen im Einsatz. Das Feuer breitete sich nach Angaben der Feuerwehr extrem schnell im gesamten Gebäude aus.
Das Hotel mit rund 20 Gästezimmern, einem Veranstaltungssaal für etwa 120 Personen sowie großzügigen Außenflächen konnte nicht mehr gerettet werden.
Zum Brandzeitpunkt befanden sich weder Gäste noch Personal im Gebäude. Das Hotel öffnet regulär erst zur Motorradsaison Anfang April.
Erst vor rund einem Jahr hatten neue Betreiber den Betrieb übernommen und umfangreiche Ausbau- und Eventpläne verfolgt. An guten Tagen galt das Hotel als Treffpunkt für bis zu 800 Motorradfahrer aus ganz Deutschland.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Witterung äußerst schwierig. Bei Temperaturen um minus vier Grad Celsius gefror Löschwasser auf Straßen und Gehwegen, Strahlrohre und Schläuche vereisten.
Zusätzlich erschwerte starker Wind die Brandbekämpfung. Der Winterdienst musste angefordert werden, um die Einsatzstelle abzustreuen und befahrbar zu halten.
Da die Wasserversorgung vor Ort problematisch war, richteten die Feuerwehren einen umfangreichen Pendelverkehr ein. Tanklöschfahrzeuge brachten Wasser zur Einsatzstelle, unterstützt durch Abrollbehälter und einen Löschtraktor, die als Pufferspeicher dienten.
Mehrere Drehleitern aus umliegenden Gemeinden kamen zum Einsatz, unterstützt durch eine Absturzsicherungsgruppe. Eine Drohneneinheit lieferte der Einsatzleitung wichtige Lagebilder aus der Luft.
Im weiteren Verlauf wurde ein Bagger eingesetzt, um Teile des eingestürzten Dachstuhls zu entfernen und verbliebene Glutnester gezielt ablöschen zu können. Der Einsatz zog sich bis in die frühen Morgenstunden, einzelne Kräfte blieben bis in den Vormittag hinein mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bislang keine Angaben vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle der Einsatzmeldung: Freiwillige Feuerwehr Apen / Kreisfeuerwehrverband Ammerland / Freiwillige Feuerwehr Westrhauderfehn / Freiwillige Feuerwehr Detern Stickhausen Velde / Feuerwehr Edewecht