In einem Gebäudedurchgang an der Augsburger Bahnhofstraße ist am frühen Mittwochmorgen ein Gegenstand explodiert. Eine 17-Jährige und ein 18-Jähriger wurden verletzt. Ein später am Hauptbahnhof entdeckter verdächtiger Gegenstand führte schließlich zur vollständigen Sperrung des Bahnhofs.
Am Mittwoch, 2. September 2026, kam es gegen 3.15 Uhr im Bereich der Bahnhofstraße in Augsburg zur Explosion eines zunächst unbekannten Gegenstandes. Die Explosion ereignete sich in einem Gebäudedurchgang im Bereich des Hauptbahnhofs.
Nach ersten Informationen soll eine Handgranate vor einem türkischen Juwelier in einem Durchgang zum Augsburger Hauptbahnhof explodiert sein. Dabei wurden auch Fensterscheiben beschädigt. Die Polizei selbst sprach zunächst lediglich von der Explosion eines bislang unbekannten Gegenstandes.
Eine 17-Jährige und ein 18-Jähriger wurden durch die Explosion leicht verletzt und erlitten jeweils ein Knalltrauma. Beide besitzen nach Angaben der Polizei die ukrainische Staatsangehörigkeit. Bei ihnen handelte es sich um Passanten.
Die Polizei rückte mit zahlreichen Einsatzkräften an. Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes wurden hinzugezogen und unterstützten die Ermittlungen. Der Bereich um den Tatort wurde großräumig abgesperrt.
Von den Sperrungen waren unter anderem die Bereiche Halderstraße/Hübnerstraße, Bahnhofstraße/Hübnerstraße sowie Viktoriastraße/Bahnhofstraße betroffen. Die Polizei forderte Verkehrsteilnehmer auf, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Neben dem Straßenverkehr war auch der öffentliche Nahverkehr erheblich beeinträchtigt.
Gegen 6.10 Uhr bestätigte die Polizei, dass es in einem Gebäudedurchgang zur Explosion eines unbekannten Gegenstandes gekommen war. Die Sperrungen und Verkehrsbehinderungen bestanden weiter.
Am Hauptbahnhof wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Laufe des Morgens ausgeweitet. Gegen 8 Uhr waren zunächst das Bahnhofsgebäude und Gleis 1 gesperrt. Die übrigen Gleise waren zu diesem Zeitpunkt noch zugänglich. Reisende konnten den Bahnhof über den Süd- und den Nordeingang erreichen.
Wenig später änderte sich die Lage. Wegen eines weiteren verdächtigen Gegenstandes wurde der Augsburger Hauptbahnhof gegen 8.30 Uhr vollständig gesperrt. Der Zugverkehr wurde daraufhin eingestellt.
Ein Sprengstoffspürhund hatte im Bahnhofsbereich an einem Mülleimer angeschlagen. Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes waren vor Ort.
Die Polizei prüft zudem einen möglichen Zusammenhang der Explosion mit organisierter Kriminalität. Demnach könnte nicht der Hauptbahnhof selbst Ziel der Explosion gewesen sein.
Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Hintergründen der Explosion und zu dem am Hauptbahnhof entdeckten verdächtigen Gegenstand. Der Bereich rund um den Hauptbahnhof blieb während des laufenden Einsatzes weiträumig abgesperrt.