Bei einem Wohnhausbrand in Aurich kam eine Person ums Leben. Ein weiterer Bewohner wurde von Passanten gerettet. Rund 80 Einsatzkräfte standen stundenlang im Einsatz.
Bei einem Wohngebäudebrand im Schirumer Weg ist am Freitagvormittag ein Mensch ums Leben gekommen. Den Einsatzkräften war das
Feuer um 09:43 Uhr gemeldet worden, schon bei Ankunft vor Ort schlugen Flammen aus dem gesamten Einfamilienhaus heraus.
Ein Bewohner konnte bereits durch umsichtig handelnde Passanten vom Balkon gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden, jedoch galt noch mindestens eine weitere Person als vermisst.
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Sofort nahmen Atemschutztrupps die Menschenrettung und
Brandbekämpfung im Inneren des Objektes auf. Der sich in nahezu alle Räumlichkeiten ausgebreitete
Vollbrand erschwerte das Vorgehen dabei massiv.
Das Einfamilienhaus stand beim Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand. (Bildquelle: Diana Stöhr-Aeilts (Stadtfeuerwehr Aurich))
Um die vorherrschenden Temperaturen abzusenken und die Rettungsmaßnahmen überhaupt erst zu ermöglichen, führten die Feuerwehrleute zunächst gezielte Fensterimpulse von außerhalb des Hauses durch. Während weitere Einheiten in die beengte Wohnsiedlung nachrückten, wurde die Drehleiter zur Unterstützung der Brandbekämpfung vor dem Gebäude in Stellung gebracht. Nachdem eine umfangreiche Wasserversorgung über mehrere Hydranten errichtet worden war, konnte der Löschangriff mit diversen Rohren sowohl im Innen- als auch Außenangriff durchgeführt werden. Das Feuer griff derweil auch auf Teile der Dachkonstruktion über.
Ein Bewohner konnte von Passanten in Sicherheit gebracht werden. (Bildquelle: Sönke Geiken (Feuerwehr Aurich))
Erst mit dem weitgehend unter Kontrolle gebrachten Brandgeschehen und den mittels eingeleiteter Lüftungsmaßnahmen erlangten Sichtverhältnissen war es den Atemschutzgeräteträgern möglich, die gesuchte Person nach einiger Zeit nur noch
leblos vorzufinden.
Rund 80 Einsatzkräfte waren bei dem Brand gefordert. (Bildquelle: Sönke Geiken (Feuerwehr Aurich))
Rettungsdienst, Seelsorger und das Kriseninterventionsteam der Feuerwehr Norden übernahmen unterdessen die Betreuung von Angehörigen, Nachbarn und Einsatzkräften. Erforderliche Nachlöscharbeiten dauerten in der Folge noch gut eineinhalb Stunden an. Unter anderem mussten Teile der Dachhaut vom Drehleiterkorb aus geöffnet werden, um an versteckte Glutnester zu gelangen.
Feuerwehrkräfte errichten ein Einsatzlager am Schirumer Weg. (Bildquelle: Sönke Geiken (Feuerwehr Aurich))
Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren
Aurich, Sandhorst, Wallinghausen, Holtrop und Weene waren über gut vier Stunden gefordert. Das Deutsche Rote Kreuz Aurich übernahm die sanitätsdienstliche Absicherung, der bei der Feuerwehr Middels stationierte Verpflegungszug versorgte die entkräfteten Feuerwehrleute mit Kaltgetränken und Snacks.
Die beaufschlagte Schutzausrüstung wurde an der errichteten Einsatzstellenhygiene-Sammelstelle abgelegt und von einem angeforderten Dienstleister zur Reinigung abtransportiert. Der Energieversorger trennte das zerstörte Gebäude von Strom- und Gasanschluss, ehe der städtische Betriebshof zur Absicherung der polizeiseitig übernommenen Einsatzstelle anrückte.
Quelle der Nachricht: FF Aurich