Aus einem Müllcontainerbrand entwickelte sich in der Nacht zum 11.01.2026 ein Großbrand in der Auricher Innenstadt. Ein Lagergebäude wurde vollständig zerstört, angrenzende Gebäude konnten geschützt werden. Rund 130 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz.
In der Nacht zu Sonntag, 11.01.2026, entwickelte sich aus einem anfänglichen Müllcontainerbrand ein ausgedehntes Feuer am Fischteichweg in Aurich, dem ein Lagergebäude vollständig zum Opfer fiel.
Zwischenzeitlich waren rund 130 Einsatzkräfte gegen die Flammen im Einsatz. Durch das koordinierte Vorgehen konnte ein Übergreifen des Vollbrandes auf die unmittelbar angrenzenden Gebäude eines Kindergartens sowie der Katholischen Kirchengemeinde verhindert werden.
Die erste Alarmierung erreichte die Feuerwehr Aurich um 03:13 Uhr. Gemeldet wurde zunächst der Brand mehrerer Mülltonnen in der Zuwegung des Bürgermeister-Hippen-Platzes gegenüber des Rathauses.
Bereits während der Anfahrt berichteten weitere Anrufer von einer Ausdehnung des Feuers auf ein angrenzendes Gebäude. Beim Eintreffen bestätigte sich diese Lage, sodass umgehend eine Alarmstufenerhöhung veranlasst wurde.
Trotz eingeleiteter Löschmaßnahmen durchzündete das betroffene Gebäude innerhalb weniger Minuten und stand anschließend in Vollbrand. Eine Bevölkerungswarnung wurde ausgelöst.
Oberste Priorität hatte der Schutz der angrenzenden Gebäude. Die Wasserversorgung gestaltete sich aufgrund vereister Unterflurhydranten schwierig, diese mussten teilweise mit Schaufeln und Gasbrennern freigelegt werden. Schlauchleitungen wurden über mehrere hundert Meter verlegt.
Mehrere Atemschutztrupps gingen zur Brandbekämpfung und zur Errichtung von Riegelstellungen vor. Zusätzlich kam der Wasserwerfer der Drehleiter zum Einsatz.
Das Gebäudeinnere samt Inventar, darunter zwei Fahrzeuge, brannte vollständig aus.
Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei, des städtischen Betriebshofs und der Kirchengemeinde, die Streusalz zur Sicherung der vereisten Einsatzstelle bereitstellten. Das Feuer war nach etwa eineinhalb Stunden unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Vormittag an.
Nach Eintreffen eines Baggers wurde die Dachkonstruktion abgetragen, Glutnester freigelegt und mit Schaummittel abgelöscht. Gegen 10:00 Uhr rückten die letzten Kräfte nach nahezu sieben Stunden Einsatzzeit ab, führten jedoch später eine Nachkontrolle durch.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Aurich, Haxtum, Middels, Sandhorst, Walle und Wallinghausen, der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz Aurich, die Polizei, der Energieversorger sowie das städtische Ordnungsamt. Der Fischteichweg blieb bis zum Mittag für Räum- und Sicherungsarbeiten voll gesperrt.