Bad Kreuznach – 9 Verletzte nach Reizstoff-Attacke auf AfD-Stand
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Bei einem AfD-Informationsstand in Bad Kreuznach wurden neun Menschen durch eine reizende Flüssigkeit verletzt. Die Flüssigkeit wurde nach bisherigen Erkenntnissen aus einem angrenzenden Gebäude auf den Stand geschüttet.
Am Mittwochnachmittag kam es gegen 16:10 Uhr im Bereich der Mannheimer Straße/Brückenhäuser in Bad Kreuznach zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
Flüssigkeit auf AfD-Stand geschüttet
Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde aus einem angrenzenden Gebäude eine Flüssigkeit in Richtung eines dort befindlichen Informationsstandes der AfD geschüttet.
Mehrere Personen kamen hierbei mit Spritzern der Flüssigkeit in Kontakt und erlitten leichte Hautreizungen. Zunächst wurde von insgesamt zehn verletzten Personen ausgegangen. Nach Abschluss der Erfassung und Dokumentation beläuft sich die Zahl auf neun Verletzte.
Zwei Verletzte im Krankenhaus
Zwei von ihnen wurden vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Sie konnten dieses zwischenzeitlich wieder verlassen.
Unter den Verletzten befinden sich mehrere AfD-Politiker, darunter der Bundestagsabgeordnete und stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Sebastian Münzenmaier sowie die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst und zwei rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete.
Münzenmaier hatte nach Angaben eines AfD-Sprechers auch am folgenden Tag noch Hautrötungen und Hautreizungen im Nacken.
Art der Flüssigkeit wird untersucht
Nach bisherigen Erkenntnissen kann die verwendete Flüssigkeit bei Hautkontakt Reizungen hervorrufen. Aufgrund der geringen Menge sind nach aktuellem Kenntnisstand keine schweren Verletzungen zu erwarten.
Nach Angaben der AfD soll es sich um Chlorphenol gehandelt haben. Die Polizei hat dies bislang nicht bestätigt. Welche Flüssigkeit tatsächlich verwendet wurde, ist Gegenstand der Untersuchungen.
Tatverdächtiger ermittelt
Ein Tatverdächtiger konnte im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen ermittelt werden.
Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen des Vorfalls und möglichen weiteren Beteiligten, dauern an.
Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht.