Am Donnerstag, 30. Juli 2026, verpasste ein Vater in Bamberg nach einer Raucherpause seinen ICE. Seine einjährige Tochter fuhr allein bis Erfurt weiter und wurde dort von der Bundespolizei in Empfang genommen.
Ein Zughalt, eine Zigarette und ein alleinreisendes Kind sorgten am Donnerstagabend für einen besonderen Einsatz der Bundespolizei.
Ein 38-Jähriger hatte vor, zusammen mit seiner einjährigen Tochter mit der Bahn von München nach Erfurt zu fahren. Beim Halt in Bamberg wollte der Vater kurz eine Zigarette rauchen. Die Rechnung machte er ohne den eng getakteten Fahrplan der Bahn. Der ICE setzte sich zur Weiterfahrt in Bewegung, allerdings ohne den Mann. Seine Tochter befand sich nun alleine im Schnellzug.
Der Vater kontaktierte das Bahnpersonal in Bamberg. Einige wenige Telefonate später waren die Kundenbetreuer im betreffenden Schnellzug und die Bundespolizei im Bilde. Beim Halt im Erfurter Hauptbahnhof nahmen Bundespolizisten das kleine Mädchen samt Kinderwagen in Empfang.
Der Vater reiste mit dem nächsten ICE nach und konnte seine Tochter wohlbehalten in den Räumlichkeiten der Bundespolizeiinspektion Erfurt wieder in die Arme nehmen.
Ob der ganzen Aufregung musste der Rumäne erstmal einen Glimmstängel anzünden. Dieses Mal ließ er seine Tochter jedoch nicht aus den Augen.
Quelle der Polizeinachricht: Bundespolizeiinspektion Erfurt