Beckum – Eltern des tot aufgefundenen Babys identifiziert
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach dem Fund eines toten Säuglings in Beckum hat die Polizei die Eltern des Kindes ermittelt und vorläufig festgenommen. Bei der Obduktion waren Hinweise auf eine mögliche Gewalteinwirkung festgestellt worden. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat die Ermittlungen übernommen.
Nach dem Fund eines toten Säuglings an einem Feldweg in Beckum im Kreis Warendorf haben die Ermittler die Eltern des Kindes identifiziert. Die 42-jährige Mutter und der 37-jährige Vater wurden am Dienstag, 3. November 2026, vorläufig festgenommen.
Inzwischen befinden sich beide wieder auf freiem Fuß. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte gegen keinen der Beschuldigten ein dringender Tatverdacht begründet werden.
Die Ermittlungen zu den Todesumständen dauern an. Am Mittwoch, 4. November, übernahm die Staatsanwaltschaft Dortmund das Verfahren.
Passanten entdecken toten Säugling am Feldweg
Der Säugling war am Samstag, 26. September 2026, gegen 16 Uhr von Passanten im Bereich des Feldweges „Alter Hammweg“ in Beckum entdeckt worden.
Eine am folgenden Tag durchgeführte Obduktion ergab Anhaltspunkte dafür, dass das Kind möglicherweise durch Gewalteinwirkung zu Tode gekommen sein könnte.
Die Staatsanwaltschaft Münster und das Polizeipräsidium Münster nahmen daraufhin umfangreiche Ermittlungen auf.
Polizei ermittelt Eltern und durchsucht Wohnung
Im Zuge der Ermittlungen gelang es den Behörden, die Identität der Eltern des verstorbenen Kindes festzustellen. Die beiden Beschuldigten wohnen in Hamm.
Am Dienstag, 3. November, durchsuchte die Polizei ihre Wohnung. Anschließend wurden die 42-jährige Frau und der 37-jährige Mann vorläufig festgenommen.
Die Ermittler prüften, ob die Eltern für den Tod des Säuglings verantwortlich sein könnten.
Beide Eltern aus Polizeigewahrsam entlassen
Die bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchungen und weiteren Ermittlungsergebnisse reichten jedoch nicht aus, um einen dringenden Tatverdacht gegen einen der beiden Beschuldigten zu begründen.
Die Staatsanwaltschaft Münster veranlasste deshalb noch am Dienstag die Freilassung des 37-jährigen Vaters.
Die 42-jährige Mutter wurde am Mittwoch, 4. November, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Dortmund ebenfalls aus dem Polizeigewahrsam entlassen.
Die Freilassungen bedeuten nicht, dass die Ermittlungen abgeschlossen sind.
Staatsanwaltschaft Dortmund übernimmt Ermittlungen
Da die Eltern in Hamm wohnen und sich dort möglicherweise auch der Tatort befindet, wechselte die Zuständigkeit am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft Münster zur Staatsanwaltschaft Dortmund.
Weiterhin muss geklärt werden, unter welchen Umständen der Säugling starb und wie sein Leichnam an den Feldweg in Beckum gelangte.
Ob tatsächlich ein Gewaltdelikt vorliegt, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Für beide Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Zeugenaufruf
Die Polizei Münster appelliert erneut an die Bevölkerung, über das Hinweistelefon mit der Rufnummer 02521 911832 jeden Hinweis mitzuteilen, der mit Alina in einem Zusammenhang stehen könnte.
Die Hinweise können bei Bedarf diskret behandelt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Staatsanwaltschaft Dortmund und Polizei Dortmund / Vorherige Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Münster und das Polizeipräsidium Münster