Berlin – 29-jähriger Fahrer stirbt bei Unfall in Tempo-30-Zone
Redaktion Polizeiticker Deutschland
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei )
In der Nacht zu Sonntag ist ein 29-jähriger Audi-Fahrer in Berlin-Reinickendorf tödlich verunglückt. Der Wagen krachte in einer Tempo-30-Zone gegen einen Baum. Zwei Mitfahrer wurden verletzt.
In der vergangenen Nacht ist ein 29-jähriger Mann bei einem schweren Verkehrsunfall in Berlin-Reinickendorf ums Leben gekommen. Zwei Mitfahrer im Alter von 29 und 30 Jahren wurden verletzt.
Nach bisherigem Kenntnisstand war der 29-Jährige gegen 3 Uhr mit einem Audi auf der Aroser Allee stadteinwärts in Richtung Holländerstraße unterwegs. Kurz vor der Zermatter Straße kam das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab.
In dem Bereich gilt nachts eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Nach ersten Erkenntnissen könnte die Geschwindigkeit nicht den Straßen- und Verkehrsverhältnissen angepasst gewesen sein.
Der Audi prallte zunächst gegen einen Bordstein, schleuderte weiter und krachte schließlich mit erheblicher Wucht gegen einen Baum. Das Fahrzeug kam stark beschädigt wieder auf der Fahrbahn zum Stehen.
Eine zufällig vorbeikommende Einsatzhundertschaft unterstützte die ersten Rettungsmaßnahmen und half dabei, die beiden Mitfahrer aus dem Fahrzeug zu befreien.
Der 30-Jährige konnte sich selbstständig aus dem Wagen retten. Beide erlitten unter anderem Verletzungen am Kopf und an den Rippen und wurden zur stationären Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Der Fahrer wurde in dem Wrack eingeklemmt. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Rettungswagen, einem Notarzt, einem Rettungshubschrauber sowie einer Rüstgruppe an.
Erst nach rund 20 Minuten konnte der 29-Jährige aus dem zerstörten Fahrzeug befreit werden. Trotz umgehend eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb er noch am Unfallort.
Die Aroser Allee blieb für mehrere Stunden voll gesperrt. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord) hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen.
Tödlichen Unfall verursacht
Nach Informationen aus Medienberichten soll es sich bei dem Verstorbenen um denselben Mann handeln, der bereits im Jahr 2011 einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hatte.
Damals hatte er als 21-Jähriger auf dem Lichtenrader Damm mit dem Audi A5 seines Vaters einen 37-jährigen Radfahrer mit mutmaßlich rund 100 km/h erfasst. Der Radfahrer erlitt schwere Schädelverletzungen und verstarb später im Krankenhaus.
Der Fahrer hatte sich zunächst vom Unfallort entfernt, wurde jedoch kurze Zeit später festgenommen.
Im März 2012 wurde er wegen fahrlässiger Tötung und Unfallflucht zu einer einjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Zusätzlich musste er 25.000 Euro Schmerzensgeld an die Mutter des getöteten Radfahrers zahlen und erhielt eine zweijährige Führerscheinsperre.
Ob mögliche Vorerkenntnisse oder die Fahrweise erneut eine Rolle bei dem aktuellen Unfall gespielt haben, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Berlin