Berlin – 840.000 Euro Schaden durch Hehlerei mit Pfandkisten
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Die Polizei stellte eine große Mengen an Bargeld sicher. (Bildquelle: Polizei Berlin)
Bei Durchsuchungen in Berlin haben Ermittler tausende mutmaßlich gestohlene Mehrwegpfandkisten und eine große Menge Bargeld sichergestellt. Zwei Brüder stehen im Verdacht, rund 300.000 Transportkisten aus dem Lebensmittelhandel angekauft und weiterverkauft zu haben.
Ermittlerinnen und Ermittler des Landeskriminalamts Berlin vollstreckten am 04.03.2026 mit Unterstützung von Kräften der Polizeiakademie vier Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei von Mehrwegpfandkisten.
Betroffen waren zwei Firmenadressen in Berlin-Tempelhof sowie zwei Wohnungen in Tempelhof und Kreuzberg. Die Maßnahmen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin.

Die Pfandkisten wurden als Hehlerware angekauft und dann weiterverkauft. (Bildquelle: Polizei Berlin)
Nach bisherigen Ermittlungen stehen zwei Brüder im Alter von 51 und 56 Jahren im Verdacht, rund 300.000 Mehrwegtransportkisten als Hehlerware angekauft und anschließend weiterveräußert zu haben.
Die Kisten werden im Lebensmittelhandel vor allem für den Transport von Obst und Gemüse verwendet und gehören zu einem Pfandsystem. Je nach Typ liegt der Pfandwert pro Kiste zwischen 3,50 Euro und 3,86 Euro.
Der mutmaßliche Gesamtschaden wird auf rund 841.000 Euro geschätzt.

Rund 950.000 Euro Bargeld wurden beschlagnahmt. (Bildquelle: Polizei Berlin)
Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte mehr als 8.000 Pfandkisten sicher. Zudem beschlagnahmten sie rund 950.000 Euro Bargeld.
Außerdem wurden zahlreiche Datenträger und Mobiltelefone sichergestellt, die nun ausgewertet werden sollen, um Hinweise auf den Verbleib weiterer Kisten zu erhalten.
In den Geschäftsräumen fanden die Ermittler zudem Kisten von etwa 30 weiteren potenziell geschädigten Firmen. In diesem Zusammenhang wurden weitere Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizei Berlin