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Berlin – Brandstiftungen und Angriffe auf Polizei an Halloween

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Mehrere Polizeifahrzeuge stehen nachts auf einer beleuchteten Straße und sperren die Fahrbahn ab.
Nach Ausschreitungen mit Molotowcocktails sperrt die Polizei in Berlin Straßen ab, um weitere Vorfälle zu verhindern. (Bildquelle: Polizei Berlin)

In der Halloween-Nacht hat die Berliner Polizei stadtweit 16 Menschen festgenommen. Im Märkischen Viertel wurde ein Molotowcocktail auf ein Polizeifahrzeug geworfen, außerdem wurden Busse mit Pyrotechnik beschossen. In mehreren Stadtteilen wurden Brände gelegt.

Die Berliner Polizei hat nach den Halloween-Feierlichkeiten am 31. Oktober 2026 eine Bilanz gezogen. Stadtweit wurden im Zusammenhang mit den Einsätzen 16 Menschen festgenommen. Neben zahlreichen friedlichen Feiernden registrierten die Einsatzkräfte illegale Pyrotechnik, Brände, Sachbeschädigungen und Angriffe auf Fahrzeuge.
Besonders betroffen waren das Märkische Viertel sowie mehrere Bereiche in der westlichen und innerstädtischen Berliner Polizeidirektionen.

Molotowcocktail auf Polizeifahrzeug geworfen

Im Märkischen Viertel hielten sich kurz nach 18 Uhr rund 60 Jugendliche auf der Fahrbahn des Wilhelmsruher Damms auf und warfen pyrotechnische Gegenstände.
Gegen 18.20 Uhr nahmen Polizisten ein 13-jähriges Kind vorübergehend in Gewahrsam, nachdem es beim Werfen von Pyrotechnik beobachtet worden war. Die Einsatzkräfte stellten weitere pyrotechnische Gegenstände sicher und informierten die Eltern, die das Kind anschließend abholten.
Wegen Eierwürfen und des Beschusses von BVG-Linienbussen mit Pyrotechnik stellte die BVG den Busverkehr im Märkischen Viertel vorsorglich von etwa 18.45 Uhr bis 21.05 Uhr ein.
In der Nähe eines Einkaufszentrums bemerkte die Polizei zudem eine Gruppe von rund 80 Personen. Aus der Gruppe wurden Plastikflaschen und Pyrotechnik auf Einsatzkräfte geworfen.
Besonders schwerwiegend war ein Vorfall gegen 19.40 Uhr am Senftenberger Ring. Unbekannte warfen einen selbst hergestellten Brandsatz, einen sogenannten Molotowcocktail, in Richtung eines Polizeifahrzeugs. Der Brandsatz verfehlte das Auto und verursachte keinen Brand.
In der Nähe kontrollierten Polizisten zwei 14-Jährige, die Benzin in PET-Flaschen mitführten. Außerdem fanden die Einsatzkräfte einen weiteren vorbereiteten Brandsatz und stellten ihn sicher. Ob die beiden Jugendlichen an dem Angriff beteiligt waren, wird noch ermittelt. Sie wurden ihren Erziehungsberechtigten übergeben.
Gegen 23 Uhr entdeckte die Polizei in der Huttenstraße brennende Müllcontainer, in denen sich unter anderem ein E-Scooter befand. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Festnahmen nach Schüssen und versuchter Sachbeschädigung

Auch im Bereich der Polizeidirektion 2 (West) beschäftigten illegale Pyrotechnik und einzelne brennende Mülltonnen die Einsatzkräfte.
Gegen 21.45 Uhr nahmen Polizisten in der Fasanenstraße einen Tatverdächtigen fest, der zuvor Schüsse mit einer Schreckschusswaffe abgegeben haben soll.
Kurz vor Mitternacht wurden sechs weitere Tatverdächtige festgenommen. Sie sollen versucht haben, mit zuvor gestohlenen Verkehrszeichen die Schaufenster eines Geschäfts an der Kreuzung Tauentzienstraße und Nürnberger Straße einzuwerfen.

Brände und Angriffe in Kreuzberg und Neukölln

In der Graefestraße wurde gegen 20 Uhr eine brennende Mülltonne gemeldet. Nach Einschätzung der Polizei wurde sie wahrscheinlich durch einen gezielt eingesetzten pyrotechnischen Gegenstand mit hoher Sprengkraft beschädigt.
Etwa zwei Stunden später brannte in derselben Straße eine mobile Toilette. Gegen 0.30 Uhr wurden dort außerdem mehrere Müllcontainer in Brand gesetzt.
In der High-Deck-Siedlung warfen Unbekannte gegen 20.15 Uhr eine Holzspanplatte auf ein vorbeifahrendes Polizeifahrzeug.
In der Urbanstraße nahm die Polizei zwei Tatverdächtige vorübergehend fest, die versucht haben sollen, ein geparktes Auto anzuzünden.

Einbruch in Bekleidungsgeschäft und weitere Sachbeschädigungen

Gegen 22 Uhr drangen mehrere Personen gewaltsam in ein Bekleidungsgeschäft an der Grunerstraße ein. Sie öffneten die Eingangsschiebetür und stahlen Kleidungsstücke von einem Aufsteller. Beim Eintreffen der Polizei waren sie bereits geflüchtet.
An der Neuen Schönhauser Straße wurde gegen 23.15 Uhr die Fensterscheibe eines weiteren Bekleidungsgeschäfts mit einem Pflasterstein beworfen. Gestohlen wurde dort nach bisherigen Erkenntnissen nichts.
Gegen 2.40 Uhr setzten Unbekannte auf der Kreuzung Rigaer Straße und Liebigstraße eine Holzpalette in Brand. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Polizei spricht von weitgehend geordnetem Verlauf

In den Bereichen der Polizeidirektionen 3 (Ost) und 4 (Süd) registrierte die Polizei keine besonderen einsatzrelevanten Vorkommnisse.
Trotz der Zwischenfälle bewertet die Polizei den Verlauf der Halloween-Nacht im gesamten Stadtgebiet als weitgehend geordnet und sicher. Dazu habe auch die enge Zusammenarbeit mit der Berliner Feuerwehr beigetragen.
Die Ermittlungen zu den bislang unbekannten Tatverdächtigen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Berlin

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Berlin
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