Berlin – Demonstranten kleben sich vor Werksgelände fest
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Die Polizei rückte in die Scheringstraße aus, weil Demonstranten sich dort festgeklebt hatten. (Bildquelle: Polizei Berlin)
Bei einem Polizeieinsatz am Freitag, 10.04.2026, gegen 08:00 Uhr in Berlin-Gesundbrunnen (BE) klebten sich sieben Personen an die Einfahrt eines Werksgeländes. Hintergrund war ein Protest gegen Munitionsproduktion. Die Polizei löste die Blockade, mehrere Beteiligte wurden leicht verletzt.
Polizeieinsatz nach Klebe-Protest
Am 10.04.2026 gegen 08:00 Uhr kam es in der Scheringstraße in Berlin-Gesundbrunnen zu einem Polizeieinsatz, nachdem sich sieben Personen vor die Einfahrt und an den Zaun eines Werksgeländes geklebt hatten.
Hintergrund der Protestaktion
Die Aktion konzentrierte sich auf die Einfahrt und den Zaun des Werksgeländes des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Insgesamt sieben Personen beteiligten sich an der Blockade. Die Aktivisten demonstrierten gegen die geplante Produktion von Artillerie-Munition. In Berichten wurden auch Bezüge zu pro-palästinensischen Protesten sowie Kritik an Waffenlieferungen genannt.
Polizei im Einsatz
Die Polizei Berlin war mit mehreren Kräften vor Ort, darunter auch die 1. Technische Einsatzeinheit (1. TEE). Die Einsatzkräfte lösten die festgeklebten Personen vom Untergrund, um die Blockade der Werkszufahrt zu beenden.
Unsere polizeilichen Maßnahmen vor Ort werden zeitnah beendet. Alle Personen konnten gelöst werden, hierbei zogen sie sich zum Teil leichte Verletzungen an den Händen zu und wurden vor Ort durch Rettungskräfte behandelt.
Weitere Maßnahmen und Ermittlungen
Die Personalien der sieben Personen wurden festgestellt und Platzverweise ausgesprochen. Es werden unter anderem Strafermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz, Hausfriedensbruchs, Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Durch den Einsatz und die Blockade kam es im Bereich der Scheringstraße zu Verkehrsbehinderungen.
Quelle: Polizei Berlin