Berlin – Durchsuchungen nach Brandanschlag auf Stromnetz
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Ein Brandanschlag beschädigte zehn Hauptleitungen der Stromversorgung. (Bildquelle: Polizei Berlin)
Am Dienstag, 24.03.2026, durchsuchten Ermittler in mehreren Bundesländern Wohnungen wegen eines Brandanschlags auf das Berliner Stromnetz vom 09.09.2025. Rund 50.000 Haushalte waren damals von einem Stromausfall betroffen. Vier Tatverdächtige stehen im Fokus der Ermittlungen.
Großeinsatz in mehreren Bundesländern
Im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, 24.03.2026, durchsuchten heute insgesamt rund 500 Einsatzkräfte der Polizei mehrere Wohnungen und Objekte in Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.
Die Ermittlungen wegen verfassungsfeindlicher Sabotage und anderer Straftatbestände richten sich gegen vier Personen im Alter von inzwischen 28, 31, 35 und 36 Jahren.
Brandanschlag auf Stromnetz
Diesen wird vorgeworfen gemeinsam durch eine Brandlegung am 9. September 2025 an zwei Strommasten, einen folgenschweren Stromausfall in den Berliner Stadtteilen Alt-Johannistal, Altglienicke, Adlershof, Grünau, Oberschönweide, Spindlersfeld und Teilen der Brandenburger Gemeinde Schönefeld verursacht zu haben. Betroffen waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und rund 2.000 Gewerbebetriebe.
Durchsuchungen und Beweismittel
Die Durchsuchungen betrafen Wohnungen und andere Objekte in den Bezirken Mitte, Neukölln, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow. Des Weiteren wurden je eine Wohnung in Düsseldorf und Kyritz sowie zwei weitere in Hamburg durchsucht.
Bei den Durchsuchungen konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden. Darunter befinden sich unter anderem Mobiltelefone, Laptops, Unterlagen und diverse weitere elektronische Geräte. Die sichergestellten Beweismittel werden nunmehr gesichtet und ausgewertet.
Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat sowie den einzelnen Tatbeiträgen der Tatverdächtigen dauern an.