Berlin – Ein Kind stirbt bei Wohnungsbrand in Hochhaus
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Der Brand brach in einer Wohnung im 3. OG aus. (Bildquelle: Feuerwehr Berlin)
In der Dolgenseestraße in Berlin-Friedrichsfelde geriet am Mittwochabend, 11.02.2026, eine Wohnung im dritten Obergeschoss eines Hochhauses in Vollbrand. Rund 70 Personen wurden in Sicherheit gebracht, acht kamen in Krankenhäuser. Ein Kind erlag später seinen Verletzungen.
Am Mittwoch (11.02.2026) um 19:56 Uhr kam es in der Dolgenseestraße im Ortsteil Friedrichsfelde zu einem Brand in einem 21-geschossigen Hochhaus.
Aus noch unbekannter Ursache geriet eine Wohnung im 3. Obergeschoss in Vollbrand. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen Flammen aus den Fenstern, die Wohnung brannte in voller Ausdehnung.
Nach Angaben der Feuerwehr lag eine erhöhte Brandlast in der Wohnung vor. Es kam zu einer massiven Rauchentwicklung, dichter Qualm zog bis in die oberen Etagen, das gesamte Gebäude war stark verraucht.
Umgehend wurden die Personensuche sowie die Rettung der Bewohner eingeleitet. Ca. 70 Personen wurden durch die Feuerwehr gerettet bzw. in Sicherheit gebracht und gesichtet. Feuerwehrkräfte durchsuchten das Gebäude systematisch und brachten zahlreiche Bewohner unter anderem mit Fluchthauben ins Freie.

Drei Menschen, eine Frau und zwei Kinder, wurden lebensgefährlich verletzt. (Bildquelle: Feuerwehr Berlin)
Drei Personen – eine erwachsene Person und zwei Kinder – wurden unter Reanimationsbedingungen in Krankenhäuser gebracht. Sie erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Eines der Kinder erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Insgesamt wurden acht Personen in Krankenhäuser transportiert. Weitere Betroffene wurden vor Ort medizinisch versorgt.
Aufgrund der Lage wurde frühzeitig ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgerufen. Es wurden rund 170 Einsatzkräfte alarmiert. Im Einsatz waren unter anderem 8 Führungsdienste, 12 Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge (LHF), 2 Drehleitern (DLK), 5 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF), 18 Rettungswagen (RTW), 2 Gerätewagen Rettungsmaterial, 2 Gerätewagen Sanität, 5 Sonderfahrzeuge, der Pressedienst, ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) sowie das Einsatznachsorgeteam (ENT) der Berliner Feuerwehr. Zudem waren Schutzpolizei und Kriminalpolizei vor Ort.
Der Brand wurde mit einem C-Rohr im Innenangriff sowie in der Anfangsphase zusätzlich über eine Drehleiter im Außenangriff bekämpft. Da das gesamte Gebäude stark verraucht war, mussten rund 60 Wohnungen kontrolliert werden.
Etwa 20 Wohnungen sind derzeit nicht bewohnbar, unter anderem wegen starker Rauchschäden sowie teilweise fehlender Strom- und Wasserversorgung. Das Bezirksamt organisiert die Unterbringung der betroffenen Bewohner. Eine erste Notunterkunft wurde in einer nahegelegenen Turnhalle eingerichtet.
Der Einsatz stellte auch für die Einsatzkräfte eine erhebliche psychische Belastung dar.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.