Am Wochenende um den 28.03.2026 trainieren in Berlin (BE) rund 90 Rettungshunde des THW. Ziel ist die Suche nach vermissten Personen sowie der Austausch zwischen den Einheiten.
Rettungshunde im Training
Am Wochenende um den 28.03.2026 trainieren etwa 90
Hunde des Technischen Hilfswerks (THW) im Berliner Westen die Suche nach vermissten Menschen. An dem Treffen in
Berlin nehmen Rettungshunde-Einheiten aus ganz Deutschland teil. Ziel ist es, die bundesweit verteilten THW-Kräfte der biologischen Ortung stärker zu vernetzen und den fachlichen Austausch zu fördern.
Das THW organisierte das erste bundesweite Treffen der Rettungshunde-Teams. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
Luisa Busch ist die Ausbilderin in der Fachgruppe Ortung der Rettungshunde im THW-Ortsverband Berlin Steglitz-Zehlendorf, welche das Treffen initiiert hat. "Das Treffen hat bisher seinen Zweck erfüllt: Alle haben Spaß, Mensch und
Hund, sie kommen sich immer näher, lernen sich besser kennen", sagt Luisa Busch, und erklärt: "Schwerpunkt hier ist die Vernetzung. Wir wollen voneinander lernen, denn gerade bei der Arbeit mit Hunden gibt es verschiedene Ansätze. Der Austausch ist wichtig, um beispielsweise von gegenseitigen Ausbildungsmethoden zu profitieren."
Hundeführer und Tiere arbeiten eng zusammen. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
Verschiedene Übungsszenarien
Am Freitag suchten die Teams nach vermissten Personen in weitläufigen und schwer zugänglichen Flächen, am Samstag folgte die Trümmersuche, bei der die Rettungshundeteams das Auffinden verschütteter oder eingeschlossener Personen in komplexen Schadenslagen üben, wie sie etwa nach einer Flutkatastrophe oder einer Gasexplosion entstehen können. Diese Suchart zählt zu den zentralen Fähigkeiten der Rettungshundekomponente im
THW.
An beiden Tagen trainieren außerdem die Personensuchhundeteams des THW im umliegenden Stadtgebiet.
Die Übungen finden im Berliner Stadtgebiet statt. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
Bedeutung für den Bevölkerungsschutz
Die Arbeit der Rettungshundeteams ist ein wesentlicher Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Sie kommt insbesondere bei der Suche nach vermissten, verschütteten oder eingeschlossenen Menschen nach Naturkatastrophen, Unglücken oder Anschlägen zum Einsatz. Rettungshunde im THW sind auf die Lebendsuche spezialisiert, insbesondere in der Trümmersuche, und werden zudem in der Flächensuche eingesetzt.
Gut ausgebildete Hunde können große oder schwer zugängliche Areale schnell und zuverlässig absuchen und damit Einsatzkräfte bei der Suche entscheidend unterstützen.
Die Hunde des THW sind nicht nur im In- sondern auch im Ausland im Einsatz, wie nach dem großen Erdbeben in der Türkei im Jahr 2023 und nach der Explosion am Hafen in Beirut 2020.
Fachgruppen Ortung mit biologischer Komponente sind im THW vergleichsweise selten. Bundesweit gibt es 23 Fachgruppen Ortung Typ A (biologisch und technisch) und 9 Fachgruppen Ortung Typ B (biologisch). Das Treffen dient deshalb vor allem dazu, Erfahrungen auszutauschen, Ausbildungsstände zu vergleichen und voneinander zu lernen.
Quelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt