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Berlin – Falscher Polizist festgenommen

Berlin – Falscher Polizist festgenommen

25.01.2026 | 13:26

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Berlin – Falscher Polizist festgenommen

Symbolbild Festnahme (Bildquelle: Polizei Mettmann)

Nach einem räuberischen Diebstahl bei einem geplanten Autokauf in Berlin-Reinickendorf sitzt ein 42-jähriger Beschuldigter seit dem 17.01.2026 in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen ergaben inzwischen, dass es sich bei dem Mann um einen ehemaligen Polizeibeamten handelt.

Seit Samstag, 17.01.2026, befindet sich ein 42-jähriger Beschuldigter in Untersuchungshaft, nachdem ein Ermittlungsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin einen Haftbefehl gegen ihn erlassen und in Vollzug gesetzt hat.
Während der weiterhin andauernden Ermittlungen stellte sich nunmehr heraus, dass es sich bei dem 42-Jährigen tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, gegen den bereits seit dem Jahr 2021 ein Verbot der Führung der Dienstgeschäfte aufgrund anderweitiger gegen ihn anhängiger Ermittlungsverfahren ausgesprochen wurde.

Geplanter Autokauf als Tatbeginn

Gegen 20:40 Uhr am 17.01.2026 hatte sich nach bisherigen Erkenntnissen ein 29-Jähriger im Beisein von zwei Bekannten mit einem unbekannt gebliebenen Mann auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Emmentaler Straße in Berlin-Reinickendorf zu einem geplanten Autokauf verabredet.
Der unbekannte Verkäufer habe sich hierzu in ein Fahrzeug des 29-Jährigen gesetzt, um den vereinbarten fünfstelligen Geldbetrag zu zählen.

Auftreten falscher Polizeibeamter

Währenddessen seien zwei Männer an den Wagen getreten und hätten sich als Polizisten in Zivil ausgegeben. Dem Vernehmen nach forderten sie die beiden Fahrzeuginsassen auf, auszusteigen und das Geld im Auto liegen zu lassen.
Die falschen Polizeibeamten sollen angegeben haben, das Geld beschlagnahmen zu müssen. Anschließend sollen sie die beiden Insassen durchsucht und einen weiteren aufgefundenen vierstelligen Geldbetrag ebenfalls unter der Legende einer Beschlagnahme an sich genommen haben.

Flucht und Bedrohung mit Waffe

Als der 29-Jährige seinen Anwalt mit dem Sachverhalt konsultierte, sollen die Täter in ihr Fahrzeug gestiegen und geflüchtet sein. Dabei seien sie über den Fuß des 38-jährigen Bekannten gefahren, der Schmerzen verspürte, eine ärztliche Behandlung im Nachgang jedoch ablehnte.
Der 29-Jährige und der 38-Jährige folgten den Tätern, die aus der Emmentaler Straße in den Armbrustweg abgebogen seien und dort aufgrund einer Sackgasse zum Stehen kamen.
Dort sollen die Täter ausgestiegen sein und den 29-Jährigen mit einer Schusswaffe bedroht haben.

Festnahme und Sicherstellungen

Der 29-Jährige verfolgte daraufhin einen Tatverdächtigen und lotste alarmierte Einsatzkräfte hinzu, die schließlich den 42-Jährigen nahe der Kreuzung Emmentaler Straße Ecke Reginhardstraße festnahmen.
Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte eine Schutzweste, ein Funkgerät, ein Mobiltelefon sowie zwei Fahrzeugschlüssel. In einem nahegelegenen Gebüsch wurden zudem eine geholsterte Softair-Pistole und Handfesseln aufgefunden.
Im zurückgelassenen Fluchtfahrzeug stellten die Beamten einen Geldbetrag im niedrigen dreistelligen Bereich sowie ein Mobiltelefon sicher. Alle Gegenstände sowie das Fahrzeug wurden beschlagnahmt.

Weitere Ermittlungen

Der 42-Jährige wurde in Polizeigewahrsam genommen und dem zuständigen Fachkommissariat der Polizeidirektion 1 (Nord) übergeben. Sein Komplize sowie der Verkäufer konnten nicht mehr angetroffen werden.
Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren räuberischen Diebstahls mit Waffen, der Amtsanmaßung und der gefährlichen Körperverletzung dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Berlin / Staatsanwaltschaft Berlin

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