Berlin – Frau (83) stirbt nach Stromausfall
Berlin – Frau (83) stirbt nach Stromausfall
08.01.2026 | 09:49
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Kliniken werden aktuell mit Notstrom-Aggregaten versorgt. (Bildquelle: Senatskanzlei Berlin)
Am Dienstag, 07.01.2026, verstarb eine 83-jährige demenzkranke Frau in Zehlendorf auf dem Weg ins Krankenhaus. In ihrer Wohnung herrschten nur 11 Grad. Die Notstromversorgung in Berlin-Südwest läuft weiter auf Provisorien.
Am 07.01.2026 meldeten Polizei und Feuerwehr einen möglichen Todesfall im Zusammenhang mit dem Stromausfall in Berlin-Südwest: Eine 83-jährige, demenzkranke Frau wurde am Dienstagnachmittag gegen 14:30 Uhr von ihrem Sohn leblos in der Wohnung am Poßweg in Zehlendorf gefunden.
Ihre Lebenszeichen waren schwach, um 14:51 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Trotz eingeleiteter medizinischer Maßnahmen und Reanimation verstarb die Frau im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus.

Ein Pflegeheim musste evakuiert werden, da der Notstrom nur für 48 Stunden reichte. (Bildquelle: Senatskanzlei Berlin)
Die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein und regte eine Obduktion an. Ob die Seniorin in Folge des Stromausfalls gestürzt oder wegen ihres Gesundheitszustands zusammenbrach, ist bislang unklar.
In der Wohnung wurden Temperaturen von lediglich 11 Grad gemessen. Nachbarn berichten, dass die Frau kürzlich aus dem Krankenhaus entlassen worden war.
Parallel dazu bleibt die Versorgungslage in den betroffenen Gebieten weiterhin angespannt. Zwar wurde der Strom nach dem Sabotageanschlag am 6. Januar durch provisorische Kabelverbindungen wiederhergestellt, doch handelt es sich laut Stromnetz Berlin lediglich um eine Übergangslösung.

Noch immer sind rund 25.500 Haushalte ohne Strom. (Bildquelle: Feuerwehr Berlin)
Öffentliche Notstromaggregate bleiben weiterhin in Betrieb, insbesondere bis die zweite Kabelverbindung an der Argentinischen Allee fertiggestellt ist. Die vollständige Absicherung der Stromversorgung wird laut Energiesenatorin Giffey voraussichtlich bis Anfang nächster Woche andauern.
Die Großschadenslage bleibt bestehen. Maßnahmen wie Videoüberwachung, KI-basierte Sensorik und zusätzlicher Objektschutz sollen die Strom-Infrastruktur künftig besser sichern.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Berlin