Eine Geiselnahme in einem Supermarkt in Berlin-Marienfelde hat in der Nacht auf Samstag einen stundenlangen Großeinsatz ausgelöst. Spezialkräfte verhandelten mit dem Täter, bevor die Lage am frühen Morgen beendet werden konnte. Die Geisel blieb nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt.
In einem Supermarkt in der Hildburghauser Straße im Berliner Ortsteil Marienfelde ist es am Freitagabend zu einer Geiselnahme gekommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot, darunter Spezialkräfte und Einsatzhundertschaften, im Einsatz.
Kurz nach 22 Uhr bestätigte die Polizei, dass ein Mann in dem Supermarkt eine Frau in seine Gewalt gebracht hatte. Einsatzkräfte nahmen umgehend Kontakt zu dem Mann auf und führten über Stunden Verhandlungen.
Der Bereich rund um den Supermarkt wurde weiträumig abgesperrt. Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, den Bereich zu meiden, betonte jedoch, dass für Anwohner keine Gefahr bestand.
Die Geiselnahme dauerte bis in die frühen Morgenstunden des Samstags an. Nach übereinstimmenden Medienberichten konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Die festgehaltene Frau blieb nach bisherigen Erkenntnissen körperlich unverletzt.
Zu den Hintergründen der Tat sowie zur Identität des Mannes machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.
Nach ersten Berichten soll der Täter mit einem Messer oder einer anderen Stichwaffe bewaffnet gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung hierzu liegt bislang jedoch nicht vor.
Ebenfalls nicht bestätigt sind Berichte über einen möglichen Komplizen. Es liegen aktuell widersprüchliche Angaben von Zeugen vor. Während einige aussagen, dass der Mann allein gehandelt habe, berichten andere von einem möglichen zweiten Tatbeteiligten. Auch hierzu gibt es bislang keine offiziellen Angaben.
Die Ermittlungen zu Motiv, Ablauf und den weiteren Hintergründen dauern an.
Quelle der Polizeiinformation: Polizei Berlin