Beim großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins erhält die Hauptstadt Unterstützung aus mehreren Bundesländern. Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen sowie das Technische Hilfswerk aus verschiedenen Landesverbänden sind mit Notstromtechnik und Einsatzkräften vor Ort.
Nach dem anhaltenden
Stromausfall im Südwesten Berlins wird die Hauptstadt durch Einsatzkräfte aus ganz
Deutschland unterstützt. Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen sowie das Technisches Hilfswerk (THW) sind mit umfangreicher Technik und Personal im Einsatz, um die Stromversorgung schrittweise zu stabilisieren und die Auswirkungen für die Bevölkerung zu begrenzen.
Sechs Einsatzkräfte sind notwendig, um ein solches Notstromaggregat rund um die Uhr zu betreiben. (Bildquelle: Feuerwehr Hagen)
Feuerwehr Hagen entsendet Notstromaggregat
Am frühen Dienstagmorgen, 06.01.2026, machten sich sechs Einsatzkräfte der Feuerwehr Hagen mit einem leistungsfähigen Notstromaggregat auf den Weg nach
Berlin. Das Aggregat ist Teil eines landesweit für den Katastrophenschutz beschafften Systems und kann bis zu 200 Haushalte oder auch sensible Einrichtungen wie Krankenhäuser mit Strom versorgen. In den kommenden Tagen sollen damit Berliner Einsatzkräfte bei der Wiederherstellung der Elektrizitätsversorgung unterstützt werden.
Symbolbild eines Fahrzeuges mit Notstromaggregat. (Bildquelle: Feuerwehr Mönchengladbach)
Energiemodul aus Mönchengladbach im Einsatz
Bereits in der Nacht zuvor entsandte auch die Feuerwehr Mönchengladbach ein sogenanntes Energiemodul nach Berlin. Sechs Einsatzkräfte rückten kurzfristig aus, nachdem über die Bezirksregierung Düsseldorf der Unterstützungsbedarf gemeldet worden war.
Das Energiemodul besteht aus einem Gerätewagen mit elektrotechnischer Spezialausstattung sowie einer leistungsstarken Netzersatzanlage. Weitere Einheiten aus Nordrhein-Westfalen befinden sich ebenfalls im Einsatz oder in Bereitschaft.
Unzählige Notstrom-Aggregate sind im Einsatz. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
Großeinsatz des Technischen Hilfswerks
Parallel dazu ist das THW seit Beginn des Stromausfalls mit einem Großeinsatz in Berlin aktiv. In Zwölf-Stunden-Schichten sind fortlaufend Einsatzkräfte vor Ort, insgesamt waren bereits mehrere hundert Helferinnen und Helfer im Einsatz.
Der Schwerpunkt liegt auf der Notstromversorgung von Pflege- und Betreuungseinrichtungen, medizinischen Einrichtungen sowie weiterer kritischer Infrastruktur. Zusätzlich unterstützt das THW beim Aufbau von Notunterkünften und betreibt mehrere Notrufannahmestellen, um die Erreichbarkeit von Hilfe sicherzustellen.
Das THW unterstützt beim Aufbau der Notunterkünfte. (Bildquelle: THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt)
Sicherung von Infrastruktur und Nahverkehr
Zur Stabilisierung des öffentlichen Lebens wurden außerdem Großaggregate eingesetzt, um unter anderem den Betrieb von S-Bahnhöfen zu ermöglichen. Weitere spezialisierte THW-Fachgruppen aus anderen Bundesländern stehen bereit oder sind bereits auf dem Weg nach Berlin.
Koordination und weiterer Ausblick
Die Einsatzkoordination erfolgt in enger Abstimmung zwischen den Berliner Behörden, den Hilfsorganisationen sowie den unterstützenden Kräften aus den Ländern. Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung wird voraussichtlich noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Entsprechend wird auch die überregionale Hilfe weiterhin benötigt.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Hagen / Feuerwehr Mönchengladbach / THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt