(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei Mettmann)
In Berlin-Grunewald (BE) haben zwei Männer am 05.03.2026 nach einer Flucht vor der Polizei für einen Großeinsatz gesorgt. Während der Verfolgung schoss ein 44-Jähriger mehrfach auf Einsatzkräfte. Die Tatverdächtigen wurden später in einem Mehrfamilienhaus festgenommen.
Am 05.03.2026 gegen kurz vor 17 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei zur Fontanestraße/Hagenstraße in Berlin-Grunewald, nachdem sie dort zwei Männer gesehen hatten, die auf der Straße randalierten und von denen einer eine Schusswaffe trug.
Die Männer stiegen im weiteren Verlauf in einen Kleinwagen und entfernten sich zunächst in unbekannte Richtung. Weitere Zeugen meldeten kurz darauf von verschiedenen Orten, dass zwei Männer aus einem fahrenden Auto heraus mit einer Waffe schossen.
Auf der Königsallee kollidierten die Flüchtigen mit ihrem Wagen mit einem weiteren Auto, als sie dieses überholten. Anschließend flüchteten sie vom Unfallort.
Durch die weiteren Meldungen konnte die Fluchtroute näher bestimmt werden, sodass Einsatzkräfte in Zivil die beiden Männer sichten und ihnen hinterherfahren konnten. Dabei schoss der Beifahrer, ein später identifizierter 44-Jähriger, mit einer Faustfeuerwaffe wiederholt gezielt auf die nachfolgenden Einsatzkräfte. Verletzt wurde dadurch niemand, Schäden am Fahrzeug waren nicht festzustellen.
Im Zuge der weiteren Flucht fuhren die Männer von der Königsallee auf die Caspar-Theyß-Straße und auf dieser in Richtung Bismarckplatz. Auf dem Bismarckplatz kollidierten sie mit einem Laternenmast, sodass das Auto stehen blieb.
Anschließend flüchteten die beiden Tatverdächtigen zu Fuß in ein Mehrfamilienhaus an der Bismarckallee. Dort verbargen sie sich im Kellergeschoss. Weitere Einsatzkräfte umstellten das Haus.
Polizistinnen und Polizisten drangen anschließend unter einem Höchstmaß an Eigensicherung in die Kellerräume ein, spürten dort die Tatverdächtigen auf, überwältigten sie und nahmen sie fest.
Gegen die Festnahme leistete einer der Männer, der 35-jährige Fahrer des Wagens, erheblichen Widerstand und verletzte dabei eine Polizeibeamtin im Gesicht und an einer Hand. Die Beamtin konnte ihren Dienst nicht fortsetzen.
Die beiden alkoholisierten Tatverdächtigen wurden zunächst in ein Polizeigewahrsam gebracht. Nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen und Blutentnahmen wurden sie anschließend entlassen.
Im Fluchtfahrzeug fanden Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe und stellten diese sicher. Zudem waren die am Auto angebrachten Kennzeichen gefälscht. Das Auto wurde sichergestellt und die Kennzeichen beschlagnahmt.
Beide Männer müssen sich nun wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht, des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Sachbeschädigung, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Urkundenfälschung verantworten.
Quelle: Polizei Berlin