Berlin – Neue Erkenntnisse zum Tod eines Babys nach Wohnungsbrand
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Der Brand brach in einer Wohnung im 3. OG aus. (Bildquelle: Feuerwehr Berlin)
Bei einem Wohnungsbrand am 11.02.2026 in der Dolgenseestraße in Berlin-Friedrichsfelde ist ein neun Monate alter Säugling ums Leben gekommen. Die Mutter und ihr fünfjähriger Sohn schweben in kritischem Zustand. Mehrere weitere Bewohner wurden verletzt, zahlreiche Wohnungen sind unbewohnbar.
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Dolgenseestraße in Friedrichsfelde ist am 11.02.2026 gegen 20:00 Uhr ein Säugling ums Leben gekommen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen hörte ein Portier eines Mehrfamilienhauses gegen 20 Uhr einen ausgelösten Brandmelder in einer Wohnung und nahm eine starke Rauchentwicklung wahr. Er rief die Feuerwehr.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte brannte eine Wohnung im Obergeschoss eines Hochhauses in voller Ausdehnung. Es kam zu einer massiven Rauchausbreitung im gesamten 21-geschossigen Gebäude. Dichter Rauch zog in die oberen Etagen, das Haus war stark verraucht.
Im Rahmen der Löscharbeiten fanden die Brandbekämpfer eine 26-jährige Anwohnerin und ihre beiden Kinder bewusstlos im Hausflur.
Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der neun Monate alte Säugling im Krankenhaus. Seine Mutter und sein fünfjähriger Bruder befinden sich weiterhin in einem kritischen Zustand.
Der 75-jährige Wohnungsmieter, in dessen Wohnung das Feuer nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgebrochen war, wurde zur stationären Aufnahme in ein Krankenhaus gebracht.
Drei weitere Personen wurden nach derzeitigem Erkenntnisstand wegen des Verdachts einer Rauchgasintoxikation zur stationären Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Insgesamt 40 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses wurden vor Ort ambulant behandelt.
Rund 70 Personen wurden durch die Feuerwehr gerettet beziehungsweise in Sicherheit gebracht und gesichtet. Aufgrund der hohen Anzahl an Betroffenen wurde frühzeitig ein Modul zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten alarmiert.
Für Angehörige sowie Betroffene kam ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung zum Einsatz. Auch für die Einsatzkräfte wurde ein Einsatznachsorgeteam eingesetzt.
Die Feuerwehr war mit über 150 Kräften vor Ort. Etwa 20 Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand im Innenangriff sowie zeitweise über eine Drehleiter im Außenangriff. Aufgrund der starken Verrauchung mussten rund 60 Wohnungen kontrolliert werden.
Etwa 20 Wohnungen sind nach derzeitigem Stand unbewohnbar. Das Bezirksamt organisiert die Unterbringung der betroffenen Personen. Eine erste Notunterkunft wurde in einer nahegelegenen Turnhalle eingerichtet.
Für die Dauer der Löscharbeiten war die Dolgenseestraße gesperrt. Die Ermittlungen zur Brandursache führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes. Sie dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizei Berlin