Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit Großaufgebot. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis e. V.)
Am Freitag, 20. März 2026, kam es in Bermatingen am Bodensee zu einem Brand einer Werkstatt, der auf ein Wohnhaus übergriff. Verletzt wurde niemand, das Gebäude ist jedoch unbewohnbar. Der Sachschaden liegt bei bis zu 700.000 Euro.
Am Freitagmittag (20.März 2026), kurz nach 13 Uhr, kam es in der Ringstraße in Bermatingen (Bodenseekreis) zu einem Brand einer Werkstatt in einem Wohngebiet, der in Folge auf das dazugehörende Wohnhaus übergriff.
Schon auf der Anfahrt konnten die um 13.17 Uhr alarmierten Einsatzkräfte eine dichte schwarze Rauchwolke sehen und das Alarmstichwort erhöhen, um direkt weitere Kräfte hinzuzuziehen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Bermatingen und Markdorf stand der angebaute Carport- und Werkstattbereich mit zahlreichen Fahrrädern bereits im Vollbrand. Personen waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht anwesend, so dass die Feuerwehr sofort eine massive Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren einleitete.

(Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis e. V.)
Als Schwierigkeit zeigte sich, dass die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz in dem betreffenden Bereich nicht optimal war, weswegen die Schlauchwagen aus Markdorf und Salem, sowie Tanklöschfahrzeuge alarmiert wurde, um hier eine separate Löschwasserversorgung aufzubauen.
Zur Einsatzunterstützung war auch der große Einsatzleitwagen aus Friedrichshafen, der Gerätewagen Atemschutz-Strahlenschutz aus Markdorf und Löschfahrzeuge der umliegenden Wehren mit vor Ort.
Starke Kräfte des Rettungsdienstes und Helfer der Einsatzgruppen der Bereitschaften (EgB) des DRK aus Markdorf und Immenstaad standen zur Absicherung und Versorgung der der Einsatzkräfte bereit. So wurde gegen später auch Verpflegung für die eingesetzten Helfer bereitgestellt.
Leider konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass auch das Dachstuhlgeschoß des Gebäudes, sowie ein auf dem Nachbargrundstück geparkter Wohnanhänger ein Raub der Flammen wurden.
Verhindert werden konnte erfolgreich, dass das Feuer auf die Nachbargebäude rechts und links und auf einen sich auf dem Grundstück befindlichen oberirdischen Flüssiggastank übergriff. Weiter wurden einige Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde vorsorglich über den Warndienst NINA eine Warnung an die Bevölkerung versandt, mit der Bitte Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Gegen 15 Uhr war der Brand im Wesentlichen gelöscht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Abend. Eine Brandwache blieb zur Sicherheit vor Ort.
Das Gebäude ist unbewohnbar, stark einsturzgefährdet und kann vorerst nicht betreten werden. Zur Höhe des Sachschadens, wie auch zur Brandursache hat die Feuerwehr keine Kenntnisse. Hierzu hat der Polizeiposten Markdorf die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei geht in einer ersten Schätzung von einem Sachschaden von bis zu 700.000 EUR aus.
Die Feuerwehr war zeitweise mit bis zu 113 Einsatzkräften und 19 Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Im Feuerwehrhaus Markdorf befand sich eine Bereitschaft zur Sicherstellung des Grundschutzes in der Region.
Die Ringstraße und zuführenden Straßen waren wegen der Einsatzmaßnahmen zweitweise gesperrt.
Eingesetzte Kräfte waren die Freiwillige Feuerwehr Bermatingen, die Freiwillige Feuerwehr Markdorf, die Freiwillige Feuerwehr Salem sowie die Feuerwehr Friedrichshafen. Ebenfalls vor Ort waren der stellvertretende Kreisbrandmeister Felix Engesser und der Kreisfeuerwehrpressesprecher. Darüber hinaus waren der Regelrettungsdienst, die Einsatzgruppe Bereitschaft (EGB) des DRK aus Markdorf und Immenstaad, der leitende Notarzt sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst im Einsatz. Ergänzend war auch der zuständige Energieversorger beteiligt.