Biblis/Gernsheim – Drei Männer nach Badeunfällen im Rhein vermisst
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach zwei Badeunfällen im Rhein bei Biblis und Gernsheim werden drei Männer im Alter von 23, 27 und 50 Jahren vermisst. Trotz eines Großeinsatzes mit Polizei, Feuerwehr, DLRG und Hubschrauber blieben die Suchmaßnahmen bislang erfolglos.
Ein dramatischer Einsatz hat sich am Samstagabend (20. Juni 2026) am Rhein bei Biblis und Gernsheim abgespielt. Nach zwei voneinander unabhängigen Badeunfällen werden drei Männer vermisst.
50-Jähriger kehrt vom Schwimmen nicht zurück
Der erste Notruf ging um 18.19 Uhr bei der Polizei ein. Familienangehörige meldeten einen 50-jährigen Mann aus dem Kreis Bergstraße als vermisst.
Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann bereits gegen 15.45 Uhr in Höhe der Nato-Straße in den Rhein zum Schwimmen gegangen. Üblicherweise kehrte er nach etwa einer Stunde zu Fuß zur Einstiegsstelle zurück. Als dies ausblieb, wurden Suchmaßnahmen eingeleitet.
Ein Polizeiboot der Wasserschutzpolizei Gernsheim sowie ein Polizeihubschrauber der Polizeifliegerstaffel Egelsbach suchten nach dem Vermissten, jedoch ohne Erfolg.
Während der Suche gehen zwei weitere Männer unter
Noch während die Einsatzkräfte nach dem 50-Jährigen suchten, wurden sie gegen 20.15 Uhr auf einen weiteren Notfall aufmerksam.
Passanten berichteten der Besatzung des Polizeibootes, dass zwei Männer im Alter von 23 und 27 Jahren in Höhe der Nato-Rampe im Rhein untergegangen seien.
Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei beiden Männern um Nichtschwimmer.
Großaufgebot sucht nach Vermissten
Sofort wurden die laufenden Suchmaßnahmen ausgeweitet. Neben der Wasserschutzpolizei kamen erneut der Polizeihubschrauber sowie Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG zum Einsatz.
Trotz des umfangreichen Einsatzes konnten die drei Vermissten bislang nicht gefunden werden.
Notfallseelsorge betreut Zeugen
Zeugen der Vorfälle wurden vor Ort durch die Notfallseelsorge betreut.
Nach Medieninformationen waren auch am Sonntagmorgen keine der vermissten Personen aufgefunden worden. Weitere Suchmaßnahmen waren zunächst nicht vorgesehen.
Ein Polizeisprecher erklärte: „Wir müssen von dem Schlimmsten ausgehen.“
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Südhessen