In einer Obdachlosenunterkunft in Calau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist ein totes Neugeborenes gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Cottbus geht von einem möglichen Gewaltverbrechen aus. Die 39-jährige Mutter steht unter Totschlagsverdacht.
In Calau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist am Sonntag, 1. November 2026, ein totes neugeborenes Kind entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts.
Unter Verdacht steht die 39-jährige Mutter des Säuglings.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden starb das Baby vermutlich kurz nach seiner Geburt.
Totes Neugeborenes am Sonntagabend entdeckt
Der Fund erfolgte zwischen 22 und 23 Uhr in einem Gebäude an der Straße Am Bahnhof. Die Unterkunft wird von einem Verein betrieben.
Die Polizei nahm unmittelbar nach Bekanntwerden des Todesfalls Ermittlungen auf.
Staatsanwaltschaft vermutet Gewaltverbrechen
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand starb das Neugeborene kurz nach seiner Geburt.
Die Leiche des Kindes wurde inzwischen rechtsmedizinisch untersucht.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus erklärte, dass die bisherigen Erkenntnisse auf ein mögliches Gewaltverbrechen hindeuten.
Welche Verletzungen bei dem Säugling festgestellt wurden und woran das Kind genau starb, teilte die Behörde bislang nicht mit.
Auch die näheren Umstände der Geburt sind noch nicht öffentlich bekannt.
39-jährige Mutter wegen Totschlags in Untersuchungshaft
Die Ermittler verdächtigen die 39-jährige Mutter, für den Tod ihres Kindes verantwortlich zu sein.
Bei der Beschuldigten soll es sich um eine deutsche Staatsangehörige handeln.
Die Frau wurde noch am Sonntag vorläufig festgenommen und einem Richter am Amtsgericht Cottbus vorgeführt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Gericht Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags.
Die 39-Jährige befindet sich inzwischen in der Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben in Untersuchungshaft.
Eine rechtskräftige Verurteilung liegt nicht vor. Für die Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung.
Kriminalpolizei untersucht Hof und Nebengebäude
Am Mittwoch, 4. November, kehrten Ermittler der Kriminalpolizei zur Obdachlosenunterkunft zurück.
Die Kriminaltechniker untersuchten insbesondere den Hof sowie ein Nebengebäude. Auch Mülltonnen auf dem Gelände wurden kontrolliert und fotografiert.
Die weiteren Untersuchungen sollen helfen, den Ablauf der mutmaßlichen Tat und die genauen Todesumstände des Kindes zu rekonstruieren.
Hintergründe und mögliches Motiv noch unklar
Die Staatsanwaltschaft Cottbus hält sich mit weiteren Einzelheiten zum Fall zurück.
Bislang ist nicht bekannt, welches Motiv der mutmaßlichen Tat zugrunde liegen könnte.
Auch zur Art der Verletzungen und zu den konkreten Umständen des Todes wurden mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren keine näheren Angaben gemacht.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Totschlags dauern an.
Quelle der Polizeimeldung: Staatsanwaltschaft Cottbus