Ein Regionalzug kollidierte am frühen Montagmorgen, 19.01.2026, bei Calw mit einem herabgestürzten Felsblock. Der Zug kam nach einer Vollbremsung in einem Tunnel zum Stehen, fünf Fahrgäste wurden unverletzt evakuiert. Ausgelaufenes Hydrauliköl beschäftigte zusätzlich die Einsatzkräfte.
Am frühen Montagmorgen, 19.01.2026, kollidierte ein
Regionalzug der Kulturbahn mit 100 Stundenkilometern unweit des Ortsausgangs
Calw in Richtung Station Teinach mit einem etwa 6 Kubikmeter großen
Felsblock, der nachts auf die Gleise
gestürzt war.
Der Felsblock wurde durch den Aufprall zertrümmert. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.)
Während die Wucht der Geschwindigkeit den Felsblock auseinanderbersten und wegschleudern ließ, kam der Zug durch die eingeleitete Vollbremsung des Zugführers nach etwa 600 Metern in einem Tunnel zum Stehen.
Die um 6:06 Uhr alarmierte Feuerwehr Calw mit den Abteilungen Calw und Hirsau sowie der Führungsgruppe Stammheim/Holzbronn rückte mit neun Fahrzeugen und 48 Einsatzkräften aus.
Die Feuerwehr räumte die Gleise wieder frei. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.)
"Unser Rüstwagen ist mit einem Schienenrollwagen beladen, der es ermöglichte, notwendiges Material zur Einsatzstelle zu befördern", konstatierte Stadtbrandmeister Marcus Frank, Einsatzleiter vor Ort zu den herausfordernden Gegebenheiten des Geländes an der
Unfallstelle.
Nach dem Aufprall liefen ca. 50 Liter Hydrauliköl aus. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.)
Mit Leitern wurden fünf Passagiere und der Zugführer unverletzt aus dem Zug evakuiert und die Fahrgäste nach Vorstellung beim Rettungsdienst durch die Feuerwehr zur Station Teinach gebracht, um ihren Weg fortsetzen zu können.
"Da der Zug rund 50 Liter Hydrauliköl durch die
Kollision verlor und sich im Tunnel Quellfassungen für Wasser befinden, wurde das Umweltamt hinzugezogen", erläuterte der stellvertretende Kreisbrandmeister André Weiss, der ebenfalls zur Einsatzstelle geeilt war.
Der beschädigte Zug wurde abgeschleppt. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.)
Der Großteil konnte gleichwohl in einer Wanne aufgefangen werden, sodass die Quellfassungen in dem Wasserschutzgebiet nicht beeinträchtigt wurden.
Um eine Untersuchung des stark beschädigten Zugs durch Bahnexperten zu ermöglichen, schoben zehn Feuerwehrleute den Wagen mit Muskelkraft vor das Tunnelportal.
48 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort. (Bildquelle: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.)
Gegen 11 Uhr konnte die Feuerwehr zurück in die Wache fahren, während die Bahn das Abschleppen des Zugs organisierte.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.