Castrop-Rauxel – 17-Jähriger nach Gewalttat verstorben
Castrop-Rauxel – 17-Jähriger nach Gewalttat verstorben
15.01.2026 | 10:17
Redaktion Polizeiticker Deutschland
(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei )
Am Mittwochabend ist ein 17-jähriger Jugendlicher in Castrop-Rauxel nach einem gewaltsamen Angriff verstorben. Zeugen fanden den schwer verletzten jungen Mann an der Wartburgstraße, trotz sofortiger Hilfe durch Polizei und Rettungsdienst kam jede Hilfe zu spät.
In Castrop-Rauxel ist am Mittwochabend (14.01.2026) ein 17-jähriger Jugendlicher nach einem gewaltsamen Angriff ums Leben gekommen. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
Schwer verletzt neben Gehweg gefunden
Gegen 18:20 Uhr wählten Zeugen den Notruf 110, nachdem sie eine schwer verletzte, stark blutende Person an der Wartburgstraße bemerkt hatten. Als der erste Streifenwagen wenig später am Rande eines Wohngebietes eintraf, lag der junge Mann neben dem Gehweg.
Polizeibeamte leisteten sofort Erste Hilfe und kämpften um das Leben des Verletzten. Trotz aller Bemühungen und des schnellen Einsatzes von Rettungsdienst und Notarzt verstarb der 17-Jährige noch vor Ort.
Nach ersten Erkenntnissen erlitt der Jugendliche eine schwere Halsverletzung und verblutete noch an der Einsatzstelle.
Mordkommission eingerichtet – Tatablauf unklar
Da die Ermittler von einem Tötungsdelikt ausgehen, richtete die Polizei Recklinghausen noch am Abend eine Mordkommission ein.
Die Hintergründe der Tat waren zunächst völlig unklar. Kriminalbeamte begannen noch in der Nacht mit umfangreichen Ermittlungen und befragten Anwohner und mögliche Zeugen.
Ein Zeuge gab an, kurz zuvor Schreie gehört zu haben. Als er nach draußen gegangen sei, habe er jedoch keine verdächtigen Personen mehr gesehen. Wenig später seien bereits die ersten Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht eingetroffen.
17-Jährige festgenommen – Notwehr geschildert
Im weiteren Verlauf nahmen Einsatzkräfte eine ebenfalls 17-jährige Jugendliche aus Castrop-Rauxel an ihrer Wohnanschrift vorläufig fest. Sie schilderte gegenüber den Ermittlern eine Notwehrlage.
Welche Tatbeiträge den Beteiligten konkret zur Last gelegt werden können, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Tatort abgesperrt – Obduktion angekündigt
Um den Tatort abzusichern, stellte die Feuerwehr einen Sichtschutzzaun auf. Das Technische Hilfswerk leuchtete den Bereich neben einem Wäldchen großflächig aus, damit die Kriminaltechniker ihre Spurensicherung durchführen konnten.
Später wurde der Leichnam durch Bestatter in die Rechtsmedizin gebracht.
Am heutigen Donnerstag findet die Obduktion des Verstorbenen statt. Sie soll Aufschluss über die genaue Todesursache geben.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeipräsidium Recklinghausen