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Coesfeld – Mann tötet 36-jährige Ehefrau bei Messerangriff

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Ein blutverschmiertes Messer liegt auf einem hellen Fliesenboden. Um das Messer herum sind Blutstropfen verteilt.
Symbolbild (Bildquelle: Adobe Stock, Ezume Images)

Eine 36-jährige Mutter von drei Kindern ist in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Coesfeld durch Stichverletzungen getötet worden. Als dringend tatverdächtig gilt ihr getrennt lebender 43-jähriger Ehemann, der in der Nacht in Münster festgenommen wurde.

Am Mittwochmittag (23.09., 12:25 Uhr) ist eine 36-Jährige bei einem Messerangriff in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung auf der Grimpingstraße in Coesfeld tödlich verletzt worden. Die Polizei hat einen 43-jährigen Tatverdächtigen festgenommen und eine Mordkommission eingerichtet.
Zeugen fanden die 36-Jährige mit Stichverletzungen im Oberkörper an ihrer Wohnanschrift in der Grimpingstraße. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb die Frau an der Tatörtlichkeit.
Bei der Getöteten handelt es sich um eine Mutter von drei Kindern im Alter von 16, zwölf und acht Jahren. Die Kinder sollen sich zum Zeitpunkt der Tat in der Schule befunden haben. Mitarbeiter des Jugendamtes und Notfallseelsorger holten sie dort ab.

Getrennt lebender Ehemann festgenommen

Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den 43-jährigen getrenntlebenden Ehemann der 36-Jährigen.
Der 43-Jährige mit türkischer Staatsangehörigkeit konnte nach einem Zeugenhinweis gegen Mitternacht in der Achtermannstraße in Münster festgenommen werden.
Bekannte sollen den Gesuchten rund 13 Stunden nach der Tat in der Nähe des Münsteraner Hauptbahnhofs gesehen haben, wo er Pfandflaschen gesammelt haben soll. Anschließend nahmen Polizeikräfte ihn fest.
Der Beschuldigte hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Frühere Vorwürfe gegen den Ehemann

Die 36-Jährige war im September 2023 nach Deutschland gekommen. Ihre Anwältin erklärte, dass die Frau aus Angst vor ihrem Ehemann und einem sogenannten Ehrenmord Asyl beantragt habe. Ihr Ehemann soll später ebenfalls nach Deutschland gekommen sein.
Zudem war gegen den 43-Jährigen nach einem Vorfall im Oktober 2024 Anklage wegen Nötigung, Hausfriedensbruchs und Körperverletzung zum Nachteil seiner Ehefrau erhoben worden. Im Januar 2026 kam es demnach zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Coesfeld.

Annäherungsverbot soll ausgelaufen sein

Nach den vorliegenden Informationen hatte die Frau zwischenzeitlich ein Annäherungsverbot gegen ihren Ehemann erwirkt. Dieses soll inzwischen ausgelaufen sein.
Am Donnerstag, einen Tag nach der tödlichen Tat, soll die 36-Jährige einen Gerichtstermin gehabt haben, um das Annäherungsverbot erneuern zu lassen.
Nach Angaben ihrer Anwältin war zudem vor Kurzem in der Türkei die Scheidung des Ehepaares ausgesprochen worden, wobei die Entscheidung noch nicht rechtskräftig gewesen sein soll. Damit seien auch Regelungen zum Umgang mit den gemeinsamen Kindern verbunden gewesen.
Ob diese Umstände mit der Tat zusammenhängen, ist nicht geklärt. Die Polizei betont, dass die Ermittlungen zum Tatmotiv noch ganz am Anfang stehen.

Mordkommission ermittelt

Eine Obduktion des Leichnams war für Donnerstag (24.09.) angesetzt.
Die Polizei Münster hat die Ermittlungen übernommen und eine Mordkommission eingerichtet.
Der 43-jährige Beschuldigte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum Motiv dauern an.

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