Deutschland – Nadeln und Nägel in Halloween-Süßigkeiten entdeckt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Nach Halloween 2026 haben Familien in mehreren Bundesländern Nadeln und andere spitze Metallgegenstände in Süßigkeiten entdeckt. Betroffen sind unter anderem Schokoriegel, Kaubonbons und Waffelschnitten. Die Polizei ermittelt in mehreren Fällen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.
Nach dem Halloween-Wochenende 2026 beschäftigen zahlreiche Funde von Metallnadeln und Nägeln in Süßigkeiten die Polizei in Deutschland. Eltern und Kinder entdeckten die gefährlichen Gegenstände unter anderem in Schokolade, Kaubonbons, Weingummis und einzeln verpackten Waffelschnitten.
Entsprechende Fälle wurden aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt bekannt.
In mehreren Fällen vermuten die Ermittler eine gezielte Manipulation. Ob die Vorfälle miteinander zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt.
Nordrhein-Westfalen – Nadeln in Süßigkeiten in Essen
In den Essener Stadtteilen Stoppenberg und Burgaltendorf fanden mehrere Familien Nähnadeln in gesammelten Halloween-Süßigkeiten. Betroffen waren unter anderem ein Schokoriegel und eine Tüte Weingummi. Die Polizei nahm eine Strafanzeige gegen Unbekannt auf.
Niedersachsen und Bremen – Metallgegenstände in Schokolade
In Hannover-Misburg entdeckte ein neunjähriges Mädchen Nadeln in einem Schokoriegel und zwei Kaubonbons. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.
In Salzgitter fanden Eltern einen Nagel in einem Schokoriegel. Auch in Bremen-Walle wurde eine Süßigkeit mit einer Nadel entdeckt. Verletzte wurden bei diesen Vorfällen nicht gemeldet.
Thüringen – Mehrere Gemeinden betroffen
In Wintzingerode bei Leinefelde-Worbis entdeckten Kinder Metallnadeln in mehreren Süßigkeiten. Die Polizei geht von einer absichtlichen Manipulation aus.
In Herbsleben wurde eine Nadel in einem Kaubonbon gefunden. Weitere Funde gab es in Umpferstedt im Weimarer Land, wo Nadeln in Bonbons und Schokolade steckten. Die Polizei ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.
Baden-Württemberg – Nadeln von außen nicht sichtbar
In Filderstadt im Landkreis Esslingen entdeckten Kinder mehrere Nadeln in zwei Milch-Haselnuss-Schnitten. Die Metallgegenstände waren von außen nicht erkennbar. Die Polizei vermutet eine gezielte Manipulation.
Auch in Rielasingen-Worblingen im Landkreis Konstanz wurden metallische Fremdkörper in einzeln verpackten Waffelschnitten festgestellt. Die Herkunft war zunächst ungeklärt.
Bayern – Kind beißt auf Nadel
In Nürnberg-Wetzendorf fanden Kinder Metallnadeln in kleinen Schokoriegeln. Ein Kind biss auf eine Nadel, blieb jedoch unverletzt.
Weitere Funde wurden aus Neuburg und Obernburg gemeldet. In Obernburg leitete die Polizei Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt ein.
Schleswig-Holstein – Mädchen klagt über Übelkeit
Auf Fehmarn entdeckten zwei elfjährige Mädchen eine Nähnadel in einem Schokoriegel. Eines der Mädchen hatte zuvor ungewöhnlich schmeckende Weingummis gegessen und klagte anschließend über Übelkeit und Bauchschmerzen. Ein Zusammenhang ist bislang nicht geklärt.
In Holm im Kreis Pinneberg fand eine Familie einen etwa 3,5 Zentimeter langen Nagel in einem Kaubonbon. Auch weitere verdächtige Bonbons wurden entdeckt. Die Familie erstattete Anzeige.
Sachsen-Anhalt – Funde in Magdeburg und Burg
Auch in Magdeburg und Burg wurden Nadeln in Halloween-Süßigkeiten gefunden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Körperverletzung.
Keine Hinweise auf gemeinsame Täter
Bislang gibt es keine öffentlich bestätigten Erkenntnisse über einen konkreten Täter, eine Tätergruppe oder ein gemeinsames Motiv.
In mehreren Fällen gehen die Ermittler davon aus, dass die Metallgegenstände absichtlich in die Süßigkeiten gesteckt wurden. Nicht bei allen Funden ist eine gezielte Manipulation jedoch bereits abschließend nachgewiesen.
Ob zwischen den Vorfällen in den verschiedenen Bundesländern ein Zusammenhang besteht, ist weiterhin unklar.
Polizei warnt Eltern und bittet um Hinweise
Die Polizei empfiehlt Eltern, die gesammelten Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder sorgfältig zu überprüfen. Besonders sollten sie auf beschädigte Verpackungen, Einstichstellen und ungewöhnliche Veränderungen achten.
Da einige Nadeln von außen nicht sichtbar waren, bietet eine reine Sichtkontrolle allerdings keine vollständige Sicherheit.
Verdächtige Süßigkeiten sollten nicht gegessen werden. Stattdessen sollten sie möglichst unverändert mitsamt der Verpackung aufbewahrt und der Polizei übergeben werden, damit mögliche Spuren erhalten bleiben.
Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf die Herkunft der betroffenen Süßigkeiten geben kann, sollte sich an die zuständige Polizeidienststelle wenden.
Die Ermittlungen in den betroffenen Bundesländern dauern an.
Quelle der Polizeinachricht: Redaktion / Polizeibehörden der betroffenen Bundesländer