Header Logo

Polizei

ticker

Canton Icon

Dresden – Fünf Personen mit Kohlenmonoxidvergiftung in Klinik

13.04.2026 | 07:37

Redaktion Polizeiticker Deutschland

Nächster ❯

Dresden – Fünf Personen mit Kohlenmonoxidvergiftung in Klinik

Kohlenmonoxid-Messung bei einem Betroffenen. (Bildquelle: Feuerwehr Dresden)

Am Sonntag, 12.04.2026, gegen 22:26 Uhr kam es in Dresden-Prohlis (SN) zu einer Kohlenmonoxidvergiftung. Nach einem Grillen in einer Wohnung mussten fünf Personen ins Krankenhaus gebracht werden. Ursache war ein Holzkohlegrill im Innenraum.

Am 12.04.2026, gegen 22:26 Uhr wurden Feuerwehr und Rettungsdienst zu einer vermuteten Kohlenmonoxidvergiftung in die Senftenberger Straße im Stadtteil Prohlis alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte durch die Integrierte Regionalleitstelle den Hinweis, dass mehrere Stunden nach einem Familiengrillen in einer Wohnung gesundheitliche Beschwerden aufgetreten waren.
Nach ersten Erkenntnissen war ein Holzkohlegrill im Innenraum betrieben worden. Mehrere Personen klagten über typische Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung, insbesondere Kopfschmerzen.

Fünf Personen betroffen

Beim Eintreffen des Einsatzleitdienstes waren Kräfte des Rettungsdienstes bereits vor Ort. Insgesamt wurden fünf betroffene Personen angetroffen - drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 19 und 44 Jahren.
Durch die Einsatzkräfte wurden bei allen Betroffenen Messungen mit einem speziellen CO-Messgerät durchgeführt. Dabei wurden erhöhte Kohlenmonoxidwerte im Blut festgestellt.
Auf Grundlage der medizinischen Einschätzung des Notarztes wurden alle fünf Personen zur weiteren Behandlung und Abklärung in Krankenhäuser transportiert.

Großeinsatz des Rettungsdienstes

Um einen raschen Transport in die Kliniken zu gewährleisten, wurden zusätzliche Rettungswagen nachgefordert. Die Verteilung auf geeignete Kliniken erfolgte durch den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst.
Im Einsatz waren insgesamt 10 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen und Altstadt sowie der Rettungswache Reick.

Warnhinweis der Feuerwehr

Die Feuerwehr Dresden warnt eindringlich davor, Holzkohlegrills oder andere offene Feuerstellen in geschlossenen Räumen zu betreiben. Es besteht akute Lebensgefahr.

Gefahr durch Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und für den Menschen nicht wahrnehmbar. Kohlenmonoxid entsteht immer dann, wenn kohlenstoffhaltige Stoffe unvollständig verbrennen. Typische Quellen sind Holzkohlegrills, Kaminöfen, Gasthermen, Heizgeräte oder auch laufende Motoren in geschlossenen Räumen wie Garagen.

Besonders gefährlich wird es, wenn diese Geräte in Innenräumen oder schlecht belüfteten Bereichen betrieben werden. Es bindet sich im Blut an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin - und zwar deutlich stärker als Sauerstoff. Dadurch wird der Sauerstofftransport im Körper blockiert. Die Folge ist eine innere Erstickung: Organe und Gewebe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Besonders betroffen sind das Gehirn und das Herz.

Bereits bei vergleichsweise geringen Konzentrationen treten Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auf. Mit steigender Belastung kann es zu Bewusstlosigkeit und lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Tückisch ist dabei, dass Beschwerden häufig zeitverzögert auftreten und nicht unmittelbar mit der Ursache in Verbindung gebracht werden.

Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Dresden

Kategorien:

Sachsen
Feuerwehr
Ausland

Nächster ❯

Dresden – Fünf Personen mit Kohlenmonoxidvergiftung in Klinik