Dresden – Fünf Personen mit Kohlenmonoxidvergiftung in Klinik
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Kohlenmonoxid-Messung bei einem Betroffenen. (Bildquelle: Feuerwehr Dresden)
Am Sonntag, 12.04.2026, gegen 22:26 Uhr kam es in Dresden-Prohlis (SN) zu einer Kohlenmonoxidvergiftung. Nach einem Grillen in einer Wohnung mussten fünf Personen ins Krankenhaus gebracht werden. Ursache war ein Holzkohlegrill im Innenraum.
Fünf Personen betroffen
Großeinsatz des Rettungsdienstes
Warnhinweis der Feuerwehr
Gefahr durch Kohlenmonoxid
Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und für den Menschen nicht wahrnehmbar. Kohlenmonoxid entsteht immer dann, wenn kohlenstoffhaltige Stoffe unvollständig verbrennen. Typische Quellen sind Holzkohlegrills, Kaminöfen, Gasthermen, Heizgeräte oder auch laufende Motoren in geschlossenen Räumen wie Garagen.
Besonders gefährlich wird es, wenn diese Geräte in Innenräumen oder schlecht belüfteten Bereichen betrieben werden. Es bindet sich im Blut an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin - und zwar deutlich stärker als Sauerstoff. Dadurch wird der Sauerstofftransport im Körper blockiert. Die Folge ist eine innere Erstickung: Organe und Gewebe werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Besonders betroffen sind das Gehirn und das Herz.
Bereits bei vergleichsweise geringen Konzentrationen treten Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auf. Mit steigender Belastung kann es zu Bewusstlosigkeit und lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Tückisch ist dabei, dass Beschwerden häufig zeitverzögert auftreten und nicht unmittelbar mit der Ursache in Verbindung gebracht werden.