Dresden – Hündin "Mara" bei aufwändiger Tierrettung gerettet
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Die Feuerwehr Dresden befreite Schäferhündin "Mara" aus einem Rohr, hier erholt sie sich mit Wasser nach dem Rettungseinsatz. (Bildquelle: Feuerwehr Dresden)
In Dresden-Laubegast hat die Feuerwehr eine Schäferhündin aus einem unterirdischen Rohr gerettet. Das Tier war bei einem Spaziergang offenbar einem Dachs gefolgt und steckte stundenlang fest.
Ein Einsatz der besonderen Art hat heute die Feuerwehr Dresden beschäftigt. Die belgische Schäferhündin "Mara" war bei einem Waldspaziergang offenbar einem Dachs gefolgt und dabei in ein etwa 20 Meter langes Rohr geraten.
Das Rohr verlief in zwei bis drei Metern Tiefe unter einer asphaltierten Straße. Aus eigener Kraft konnte sich die Hündin nicht mehr befreien.
Der Hundehalter alarmierte daraufhin die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte versuchten zunächst, das Tier im Rohr zu lokalisieren und eine Rettungsmöglichkeit zu schaffen. Schnell wurde deutlich, dass eine Befreiung mit den Mitteln der Feuerwehr allein nicht möglich war. Daher wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen.
Feuerwehrleute befreien Schäferhündin Mara aus einem tiefen Rohr unter einer Straße in Dresden. (Bildquelle: Feuerwehr Dresden)
Gemeinsam entwickelten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW eine Rettungsstrategie. Zunächst wurde die Lage des Tieres mithilfe von Laserentfernungsmessern eingegrenzt. Anschließend wurde mit einem angeforderten Bagger Waldboden abgetragen, um sich dem in der Tiefe liegenden Rohr zu nähern. Die letzten Zentimeter wurden vorsichtig mit Muskelkraft und Schaufeln freigelegt.
Während der Rettungsarbeiten stellten die Einsatzkräfte zudem fest, dass sich auch der Dachs noch im Rohr befand. Dieser zeigte allerdings wenig Interesse an den Rettungsmaßnahmen und wartete offenbar ab, bis sich die Einsatzkräfte wieder zurückgezogen hatten.
Genau an der freigelegten Stelle befand sich die Hündin. Mit Unterstützung des Hundebesitzers gelang es den Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswache Striesen sowie des THW-Ortsverbandes Dresden gegen 13:25 Uhr, "Mara" wohlbehalten und unverletzt aus ihrer Notlage zu befreien.
Die Feuerwehr Dresden bedankt sich bei den Kräften des Technischen Hilfswerks für die professionelle und unkomplizierte Unterstützung. Im Einsatz waren etwa 20 Einsatzkräfte von THW, Polizeibehörde und der Berufsfeuerwehr.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Dresden