Dresden – Person von Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
In Dresden ist eine Person von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt worden. Feuerwehr und Polizei führten eine aufwendige Bergung durch. Mehrere Zeugen, darunter zwei Kinder sowie der Straßenbahnfahrer, wurden psychosozial betreut.
Am Donnerstagnachmittag (26.06.2026) wurde die Feuerwehr Dresden gegen 15:39 Uhr zu einem Verkehrsunfall im Bereich der Kreuzung Fritz-Löffler-Straße/Reichenbachstraße alarmiert.
Gemeldet wurde eine Person unter einer Straßenbahn. Bereits während der Anfahrt bestätigte sich die Lage.
Person verstirbt an der Unfallstelle
Die ersten Einsatzkräfte mussten feststellen, dass die betroffene Person durch das Unfallgeschehen tödliche Verletzungen erlitten hatte.
Der Einsatz wechselte daraufhin von einer Rettungs- zu einer Bergungsmaßnahme.
Umfangreiche Maßnahmen an der Einsatzstelle
Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesichert und in zwei Einsatzabschnitte gegliedert.
Während ein Abschnitt die technische Bergung vorbereitete, kümmerte sich ein weiterer Abschnitt um die Betreuung von Zeuginnen und Zeugen sowie weiterer betroffener Personen.
Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der verstorbenen Person errichteten die Einsatzkräfte einen großflächigen Sichtschutz.
Da der fließende Verkehr im Bereich der Einsatzstelle wiederholt zu gefährlichen Situationen führte, veranlasste die Feuerwehr eine Vollsperrung der stadtauswärtigen Fahrtrichtung der Fritz-Löffler-Straße. Die Absperrmaßnahmen wurden später von der Polizei übernommen.
Kinder und Straßenbahnfahrer betreut
Besondere Aufmerksamkeit galt der psychosozialen Betreuung der Betroffenen.
Zwei Kinder, die den Unfall beobachtet hatten, wurden bis zum Eintreffen der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) von Einsatzkräften betreut.
Auch der Triebfahrzeugführer der Straßenbahn wurde zunächst durch Feuerwehrkräfte und anschließend durch die PSNV betreut.
Straßenbahn für Bergung angehoben
Für die Bergung der verstorbenen Person musste ein Geländer am Bahnsteig teilweise demontiert werden.
In enger Zusammenarbeit mit Fachkräften der Dresdner Verkehrsbetriebe wurde die Straßenbahn im Frontbereich angehoben, um die Bergung zu ermöglichen.
Nach Abschluss der polizeilichen Unfallaufnahme und der Dokumentation durch die Verkehrsunfallforschung wurde die Einsatzstelle gereinigt und an die Polizei sowie die Dresdner Verkehrsbetriebe übergeben.
Die Ermittlungen zur Unfallursache führt die Polizei.
47 Einsatzkräfte im Einsatz
Insgesamt waren 47 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Altstadt, Albertstadt und Striesen, der Psychosozialen Notfallversorgung sowie der B-Dienst im Einsatz.
Die Feuerwehr Dresden appelliert, Absperrungen an schweren Unfallstellen zu beachten und den Einsatzkräften ausreichend Raum für ihre Arbeit zu lassen. Dies diene sowohl der Sicherheit aller Beteiligten als auch dem Schutz der Persönlichkeitsrechte von Betroffenen und Angehörigen.
Quelle der Polizeinachricht: Feuerwehr Dresden