Düsseldorf – Waffen und gefährliche Gegenstände sichergestellt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Bei einer Verkehrskontrolle in Düsseldorf-Oberbilk hat die Polizei in einem VW Tiguan zahlreiche Waffen und gefährliche Gegenstände entdeckt. Die drei Insassen konnten keine glaubwürdigen Angaben zur Herkunft der Gegenstände machen. Die Polizei stellte alles sicher und leitete ein Strafverfahren ein.
Bei einer Verkehrskontrolle in Düsseldorf-Oberbilk hat die Polizei am Mittwochmorgen, 14. Oktober 2026, einem VW Tiguan angehalten.
VW Tiguan fällt bei verbotswidrigem Abbiegen auf
Gegen 09:48 Uhr beobachteten Zivilbeamte des Verkehrsdienstes im Bereich Worringer Platz und Kölner Straße einen VW Tiguan, dessen Fahrer verbotswidrig abbog.
Die Beamten stoppten das Fahrzeug daraufhin in der Markenstraße und kontrollierten die drei Insassen.
Bei ihnen handelte es sich um einen 20-jährigen Deutschen, einen 19-Jährigen mit deutscher und syrischer Staatsangehörigkeit sowie einen 21-jährigen Syrer. Alle drei Männer wohnen in Düsseldorf.
Zu zwei der kontrollierten Personen lagen bereits polizeiliche Erkenntnisse vor.
Polizei entdeckt funktionsfähiges Martinshorn unter Motorhaube
Während der Kontrolle fielen den Beamten mehrere ungewöhnliche Anbauteile am Fahrzeug auf.
Unter der Motorhaube entdeckten sie betriebsbereite Lautsprecher einer Sondersignalanlage, wie sie beispielsweise für ein Martinshorn verwendet werden.
Dadurch entstand der Verdacht, dass möglicherweise auch ein Blaulicht am Fahrzeug verbaut worden war.
Mit Einverständnis des Fahrers durchsuchten die Polizisten daraufhin den Wagen. In der Mittelkonsole fanden sie eine griffbereite PTB-Schreckschusswaffe.
Messer und Munition bei Fahrzeugdurchsuchung sichergestellt
Nach dem Fund der Schreckschusswaffe ordnete ein Richter eine vollständige Durchsuchung des Fahrzeugs an.
Dabei entdeckten die Beamten zahlreiche weitere Gegenstände:
- Schreckschusswaffe: griffbereit in der Mittelkonsole
- Munition: Munition für die Schreckschusswaffe
- Messer: ein Einhandmesser und ein Cuttermesser
- Pyrotechnik: ein Rauchtopf
- Signalmunition: zusätzliche pyrotechnische Munition
- Schlaggegenstand: ein Aluminiumbaseballschläger
- Vermummungsgegenstände: mehrere Sturmhauben
- Handschuhe: Modelle mit Knöchelschutz
Sämtliche aufgefundenen Gegenstände wurden von der Polizei beschlagnahmt.
Keiner der Insassen besitzt kleinen Waffenschein
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass keiner der drei Männer einen kleinen Waffenschein vorweisen konnte.
Auch zur Herkunft der Waffen und gefährlichen Gegenstände sowie zum Grund, weshalb diese im Fahrzeug mitgeführt wurden, machten die Insassen nach Polizeiangaben keine glaubwürdigen Angaben.
Die Beamten fertigten eine Strafanzeige wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Die weiteren Ermittlungen dauern an.