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Duisburg – Kopf einer Schwarzgeld-Bande nach zehn Jahren gefasst

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Zwei Zollbeamte stehen neben einem Mann, der vor einem Zollfahrzeug steht. Die Szene spielt sich vor einem modernen Gebäude ab.
Der Mann wurde nach 10 Jahren Flucht am Flughafen Heathrow in London gefasst. (Bildquelle: Hauptzollamt Duisburg)

Nach zehn Jahren Flucht ist der Hauptbeschuldigte eines millionenschweren Schwarzgeld- und Geldwäscheverfahrens festgenommen worden. Der Mann wurde am Flughafen London-Heathrow gefasst und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

In einem bereits zwölf Jahre alten Ermittlungsverfahren des Hauptzollamts Duisburg ist der Hauptbeschuldigte nach zehn Jahren auf der Flucht festgenommen worden. Der Mann befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Die Festnahme erfolgte im Juni 2026 auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls am Flughafen London-Heathrow. Nach Angaben des Zolls hatte der Beschuldigte sogar seinen Vornamen in der Türkei ändern lassen, um einer Festnahme zu entgehen. Mitte Juni wurde er nach Deutschland überstellt und von den damaligen Ermittlern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) übernommen.

Ermittlungen gegen mutmaßliche Schwarzgeld-Bande

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine gewerbsmäßig agierende Bande, die über mehrere Jahre Unternehmen aus der Bau-, Gerüstbau- und Gebäudereinigungsbranche mit Schein- und Abdeckrechnungen versorgt haben soll.
Nach bisherigen Ermittlungen sollen die Täter ihre Kunden über sogenannte Kick-Back-Zahlungen mit Schwarzgeld und verdeckten Gewinnentnahmen versorgt haben. Dadurch sollen Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuer und Sozialkassenbeiträge hinterzogen worden sein.
Nach Angaben des Zolls könnten mindestens 30 Millionen Euro durch die Hände der Bande geflossen sein.

Großrazzia mit 400 Einsatzkräften

Bereits im Oktober 2015 kam es im Rahmen der Ermittlungen zu bundesweiten Durchsuchungen. Rund 400 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, unterstützt von zahlreichen Hauptzollämtern, dem Zollkriminalamt, der Steuerfahndung sowie Spezialeinheiten der Polizei, durchsuchten Geschäftsräume, Privatwohnungen und Steuerberaterkanzleien.
Der Einsatz lief unter dem Namen „BAO Windmühle“ und war das Ergebnis von fast zwölf Monaten verdeckter Ermittlungsarbeit.
Damals wurde auch der Hauptbeschuldigte durch Spezialeinsatzkräfte des Zolls festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler hohe Bargeldbeträge, gefälschte Pässe sowie eine Pistole mit zwei Magazinen. Auch bei weiteren Beschuldigten wurden illegale Waffen und Bargeld sichergestellt.
Nach zweimonatiger Untersuchungshaft wurde der Haftbefehl gegen den Mann damals unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Diese Gelegenheit nutzte er zur Flucht.
Nach seiner erneuten Festnahme und Überstellung nach Deutschland wurde die Untersuchungshaft wieder angeordnet. Der Hauptbeschuldigte wartet nun auf seine Hauptverhandlung vor dem Landgericht Bochum.
Quelle der Polizeinachricht: Hauptzollamt Duisburg

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