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Düsseldorf - Beteiligung am Betrug verschiedener Krankenkassen - Bundespolizei vollstreckt U-Haftbefehl

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

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Düsseldorf - Beteiligung am Betrug verschiedener Krankenkassen - Bundespolizei vollstreckt U-Haftbefehl
Beteiligung am Betrug verschiedener Krankenkassen (Symbolbild) (Bildquelle: kuhnmi (CC BY 2.0))

Bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle eines Fluges aus Gran Canaria am Samstagabend wurde durch die Bundespolizei ein Mann festgestellt, der zur Festnahme aufgrund eines Untersuchungshaftbefehls ausgeschrieben war.

Die Reise eines 30-Jährigen Mannes endete nach seiner Ankunft am Düsseldorfer Flughafen. Die Bundespolizei wurde am Samstagabend im Rahmen des ersten Angriffs zu einem Flugzeug gerufen, weil die Besatzung des Flugzeuges drei aggressive Passagiere gemeldet hatte.
Auf dem Weg dorthin wurde die Anzahl der "unruly passengers" auf sechs erhöht, so dass die Bundespolizisten zur Sachverhaltsaufklärung weitere Kräfte zur Unterstützung anforderten. Vor Ort konnte der Sachverhalt zunächst nicht geklärt werden, so dass alle beteiligten Personen zur Wache der Bundespolizei verbracht wurden. Im Rahmen der Identitätsfeststellung kam ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Karlsruhe gegen einen der aggressiven Passagiere zum Vorschein.
Das Amtsgericht hatte den Deutschen im Februar 2020 zur Festnahme wegen Betruges ausgeschrieben, da er in dem Verdacht steht als Mitglied einer Bande durch falsche Angaben gegenüber verschiedener Krankenversicherungen Arbeitgeberaufwendungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) erhalten haben soll.
Bei den betroffenen Krankenkassen soll insgesamt ein Schaden in Höhe von 109.760,28 EUR entstanden sein. Der Gesuchte soll mit drei weiteren Männern bei der Einreichung der Anträge zum einen zu hohe Gehälter der Mitarbeiter angegeben haben und zum anderen sollen fiktive Arbeitnehmer angemeldet worden sein.
Nach Befragung aller Beteiligten konnte ermittelt werden, dass es sich bei dem Sachverhalt um vier gewalttätige Passagiere sowie zwei Geschädigte gehandelt hat. Der in Gronau wohnende Mann wurde nach seiner Festnahme bei dem zuständigen Haftrichter vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt verbracht.

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