Am 06.03.2026 wurde bei Eckersweiler (RP) ein 19-Jähriger mit einem stark manipulierten Motorrad kontrolliert. Das Fahrzeug war nicht verkehrssicher und wurde sichergestellt. Gegen den Fahrer wurden mehrere Verfahren eingeleitet.
Am 21.03.2026 seit mehreren Wochen häufen sich Bürgerbeschwerden, die bei der Polizeiinspektion Baumholder vorgetragen werden.
Im Bereich
Eckersweiler, auf einer bundeseigenen Privatstraße nahe der Landesgrenze zum Saarland, fallen den Anwohnern vermehrt Motocrossfahrer durch Fehlverhalten auf.
Spaziergänger fühlen sich durch riskante Fahrmanöver, wie Wheelies oder Donuts, belästigt. Wildtiere und ausgeführte Hunde werden zudem durch extrem laute Abgasanlagen aufgescheucht und verängstigt.
Am Motorrad fehlten mehrere sicherheitsrelevante Bauteile, zudem waren die Reifen stark abgenutzt. (Bildquelle: Polizeidirektion Trier)
Aufgrund der beschriebenen Situation führten die Beamten der Polizeiinspektion Baumholder vermehrt Kontrollen in diesem Bereich durch.
Am Freitag den 06.03.2026 wurde ein 19-järiger Heranwachsender auf eben dieser Straße mit seiner
Motocross einer
Verkehrskontrolle unterzogen.
Erhebliche technische Mängel festgestellt
An dem
Motorrad war das Kennzeichen in dergestalt umgeklappt, dass es nicht mehr erkennbar war. Zudem wurden diverse technische Modifikationen festgestellt, die sich negativ auf die Verkehrssicherheit auswirken und infolge derer die Betriebserlaubnis erlischt.
So fehlten die vorderen Fahrtrichtungsanzeiger, die Rückspiegel sowie der Rückstrahler am Heck. Die Profilblöcke beider Reifen waren in der Reifenmitte komplett abgenutzt.
Die Abgasanlage erschien den Beamten deutlich lauter, als in der Zulassungsbescheinigung eingetragen. Es ergaben sich zudem Anhaltspunkte dafür, dass leistungssteigernde Veränderungen vorgenommen wurden.
Das Kennzeichen des Motorrads war umgeklappt und dadurch nicht erkennbar. (Bildquelle: Polizeidirektion Trier)
Motorrad sichergestellt und begutachtet
Das Motorrad wurde schließlich sichergestellt und einem Sachverständigen zur Begutachtung vorgeführt. Alle polizeilichen Feststellungen wurden durch den Gutachter bestätigt.
Das Standgeräusch ist knapp 10 dB höher, als in der Zulassungsbescheinigung eingetragen. Eine Geräuscherhöhung von 10 dB wird vom menschlichen Gehör als Verdopplung der Lautstärke wahrgenommen.
Eine Leistungsmessung ergab einen Wert von 34 kW. Zugelassen ist das Motorrad mit 12 kW. Die Leistungssteigerung hat zur Folge, dass die Voraussetzungen der EURO-5-Abgasnorm nicht mehr erfüllt sind und das Kraftrad so nicht mehr zulassungsfähig ist.
Die veränderte Leistung führt außerdem dazu, dass der Fahrzeugführer zum legalen Führen eine andere Fahrerlaubnisklasse nachweisen müsste (hier die Klasse A), was er nicht konnte.
Das Motorrad wurde nach der Kontrolle sichergestellt und begutachtet. (Bildquelle: Polizeidirektion Trier)
Mehrere Verfahren eingeleitet
Gegen den Fahrer wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Kennzeichenmissbrauch, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Verstoß gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz. Neben den Straftatbeständen sind zudem diverse Ordnungswidrigkeiten erfüllt.
Über den weiteren Fortgang der Verfahren entscheidet nun die Staatsanwaltschaft. Neben einer empfindlichen Geldstrafe droht dem Fahrer die Entziehung seiner Fahrerlaubnis. Die entstandenen Verfahrenskosten für die Abschleppung und Begutachtung des Motorrads muss der Fahrer ebenfalls tragen.
Polizei kündigt weitere Kontrollen an
Die Polizei Baumholder rät allen Motorradbegeisterten riskante Fahrmanöver auf öffentlichen Straßen und Plätzen zu unterlassen. Der technische Zustand sollte, auch im eigenen Interesse, zudem regelmäßig auf seine Zulässigkeit und Verkehrssicherheit überprüft werden.
Mit einem technisch zulässigen sowie verkehrssicherem Motorrad und einer ordnungsgemäßen Fahrweise steht einer erfolgreichen Motorradsaison nichts im Wege. Gleichzeitig kündigt die Polizei an, dass die Kontrollen in diesem Bereich weiter fortgeführt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Polizeidirektion Trier