Elmshorn – Mehr als 130 Feuerwehreinsätze nach Starkregen
Redaktion Polizeiticker Deutschland
Eine über Elmshorn festsitzende Gewitterzelle hat mehr als 130 wetterbedingte Einsätze ausgelöst. Straßen, Keller und Bahnunterführungen wurden überflutet. Mehr als 220 Einsatzkräfte waren bis tief in die Nacht im Einsatz.
Eine über Elmshorn festsitzende Gewitterzelle hat am Montagabend für ein außergewöhnlich hohes Einsatzaufkommen gesorgt. Mehr als 130 Einsatzstellen mussten abgearbeitet werden, während über 220 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst, DRK und Polizei bis in die Nacht im Dauereinsatz standen.
Noch während eines laufenden Feuerwehreinsatzes verschärfte sich die Wetterlage. Aufgrund der Vielzahl eingehender Notrufe wurde für die Feuerwehr Elmshorn Vollalarm ausgelöst. Zunächst unterstützten die Freiwilligen Feuerwehren Klein Nordende und ein Löschzug der Feuerwehr Pinneberg.
Innerhalb kürzester Zeit wurden Straßen überflutet, Keller und Tiefgaragen liefen voll. Besonders betroffen waren die Bahnunterführungen „Badewanne“ (Hamburger Straße), Wasserstraße, Geschwister-Scholl-Straße und Bauerweg, die vollständig unter Wasser standen.
Zusätzlich wurden während des Unwetters drei weitere Brandeinsätze gemeldet.
Da sämtliche zunächst alarmierten Kräfte bereits gebunden waren, mussten weitere Einheiten nachalarmiert werden. Zum Einsatz kamen die Feuerwehr Kölln-Reisiek, die Bereitschaftszüge Süd und Nord, die Technische Einsatzleitung, das THW aus Elmshorn, Pinneberg und Barmstedt, die Stadtentwässerung Elmshorn sowie der Kreisbrandmeister und sein Stellvertreter.
Das Deutsche Rote Kreuz richtete auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes am Wedenkamp eine Verpflegungsstation für die Einsatzkräfte ein.
Im Laufe des späten Abends entspannte sich die Wetterlage. Weitere Niederschläge wurden nicht mehr erwartet. Zudem begünstigte das tidebedingt ablaufende Wasser der Krückau den Abfluss der Wassermassen.
Vor Ort machten sich Elmshorns Erster Stadtrat Michael Leske, Vertreter des im Urlaub befindlichen Oberbürgermeisters Erik Sachse, gemeinsam mit Dörte Engelbrecht vom Ordnungsamt ein Bild von der Lage. Die Stadtentwässerung unterstützte die Einsatzleitung durch Thomas Beiersdorf. Außerdem begleiteten Kreiswehrführer Stefan Mohr und sein Stellvertreter Christian Grundorf den Einsatz beratend.
Zum Zeitpunkt der Bilanz waren mehr als 130 Einsatzstellen registriert. 45 Einsätze waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig abgearbeitet.
Quelle der Polizeinachricht: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg