20 Autos, drei davon E-Autos, waren in der Tiefgarage abgestellt. (Bildquelle: Feuerwehr Erkrath)
Am 02.03.2026 gegen 23:42 Uhr geriet in Erkrath-Hochdahl (NRW) ein E-Kleinfahrzeug in einer Tiefgarage in Brand. 24 Bewohner zweier Mehrfamilienhäuser wurden vorsorglich evakuiert. Verletzt wurde niemand, der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
Am 02.03.2026 um 23:42 Uhr wurde die Feuerwehr Erkrath mit der hauptamtlichen Wache und den Hochdahler Löschzügen Millrath und Trills mit dem Stichwort "F2 - Garagenbrand" zur Winckelmannstraße alarmiert.
Die Leitstelle erhöhte aufgrund zahlreicher Notrufe und der Meldung einer dichten schwarzen Rauchentwicklung aus der Tiefgarage bereits beim Ausrücken der ersten Einsatzkräfte auf das Alarmstichwort "F3" und löste somit Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Erkrath aus.
Da kurze Zeit später die Information aus einem Notruf vorlag, dass ein Treppenraum der beiden an die Tiefgarage angeschlossenen Mehrfamilienhäuser bereits verraucht wäre, veranlasste der Einsatzleiter die zusätzliche Alarmierung von zwei Löschgruppenfahrzeugen der Feuerwehren Mettmann und Hilden.
Vor Ort bestätigte sich die Schadenslage und Anwohner informierten die Feuerwehr, dass in der Tiefgarage ca. 20 Fahrzeuge und davon drei E-Fahrzeuge abgestellt wären. Weiterhin sollten mindestens zwei elektrische Kleinkrafträder in der Tiefgarage abgestellt sein.

Ein ausgebranntes Elektrofahrzeug wird abtransportiert. (Bildquelle: Feuerwehr Erkrath)
Umgehend gingen zwei Atemschutztrupps mit jeweils einem Löschrohr zur Brandbekämpfung in die Tiefgarage vor. Zeitgleich wurden die 18 Wohnungen der beiden Mehrfamilienhäuser durch Einsatzkräfte der Feuerwehr geräumt. Insgesamt wurden 24 Personen durch den Rettungsdienst der Feuerwehr Erkrath und den Notarzt der Feuerwehr Mettmann gesichtet. Eine Patientin musste kurzzeitig in einem Rettungswagen behandelt werden. Ein Transport zum Krankenhaus war nicht erforderlich.
Der Brand eines E-Kleinfahrzeuges sowie eines elektrischen Kleinkraftrades konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Da beide Fahrzeuge über Lithium-Ionen-Akkus verfügten, die auch eine erhöhte Temperatur aufwiesen, wurden beide Fahrzeug mit der Hilfe eines Bergeunternehmens aus der Tiefgarage geborgen und in einem Spezialbehälter gelagert. Die Tiefgarage musste mit mehreren Überdrucklüftern entraucht werden.

Alle Fahrzeuge in der Tiefgarage wurden durch den Brand beschädigt. (Bildquelle: Feuerwehr Erkrath)
Da in der Frühphase des Einsatzes die Information vorlag, dass mehrere E-Fahrzeuge in der Tiefgarage abgestellt waren, wurde zusätzlich ein Speziallöschfahrzeug der Feuerwehr Ratingen mit einem Schneidlöschsystem und ein Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) des Kreises Mettmann - ein fernsteuerbares Fahrzeug mit einem Kettenantrieb und einem Hochleistungslüfter welches bei Tunnel-, Tiefgaragen- und Großbränden eingesetzt wird - angefordert. Beide Fahrzeuge mussten allerdings nicht eingesetzt werden.
Insgesamt wurden sechs Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung sowie für Lüftungs- und Nachlöscharbeiten eingesetzt. Alle Hausbewohner konnten nach dem Einsatz in ihre Wohnungen zurückkehren.
Der sehr zeitaufwändige Einsatz konnte erst gegen 04:00 Uhr beendet werden. Alle vorgehenden Atemschutztrupps wurden noch vor Ort nach dem Hygienekonzept der Feuerwehr Erkrath dekontaminiert (gereinigt).
Bei der Brandursache kann ein technischer Defekt bei einem Ladevorgang nicht ausgeschlossen werden. Es entstand ein erheblicher Sachschaden durch Temperatureinwirkung und Rauchgasniederschlägen an den in der Tiefgarage abgestellten Fahrzeugen.
Quelle der Polizeimeldung: Feuerwehr Erkrath