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Essen – Brand zerstört Holzbetrieb im Gewerbegebiet

21.02.2026 | 09:24

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Essen – Brand zerstört Holzbetrieb im Gewerbegebiet

Warum das Feuer ausbrach, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. (Bildquelle: Feuerwehr Essen)

Am Freitag, 20. Februar 2026 kam es in Essen-Frillendorf zu einem Brand, die Halle eines holzverarbeitenden Betriebs brannte dabei vollständig aus. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer stundenlang. Die Brandursache ist noch unklar.

Am Freitagnachmittag (20. Februar 2026) gingen gegen 14:40 Uhr bei der Leitstelle der Essener Feuerwehr mehrere Notrufe über einen Brand in einem Gewerbegebiet an der Frillendorfer Straße im Stadtteil Frillendorf ein. Nach ersten Meldungen stand ein großer holzverarbeitender Betrieb in Flammen. Die Leitstelle alarmierte daraufhin umgehend zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie mehrere Sonderfahrzeuge.
Bereits während der Anfahrt erkannten die ersten Einsatzkräfte eine massive Rauchentwicklung. Nach nur rund zwei Minuten Fahrzeit bestätigte sich vor Ort ein ausgedehnter Brand: Eine etwa 45 × 20 Meter große Halle stand in Vollbrand und drohte auf angrenzende Gebäude überzugreifen. Aufgrund der Größe des Objekts sowie der hohen Brandlasten erhöhte der Einsatzleiter frühzeitig das Alarmstichwort auf „Großbrand“, wodurch zahlreiche weitere Kräfte nachalarmiert wurden.
Die Einsatzstelle wurde in mehrere Abschnitte gegliedert und ein umfassender Löschangriff von allen Seiten eingeleitet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Löschwasserversorgung kamen im weiteren Verlauf drei Drehleitern mit Wenderohren, mehrere Wasserwerfer sowie zahlreiche handgeführte Strahlrohre gleichzeitig zum Einsatz. In der Spitze wurden bis zu 12.000 Liter Wasser pro Minute abgegeben. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein spezielles Löschwasserfördersystem (HFS-System) eingesetzt.
Durch das Feuer entstand eine große Rauchwolke, die sich in nordöstlicher Richtung über die Stadtteile Frillendorf, Stoppenberg, Schonnebeck und Kray ausbreitete. Der Einsatzleiter veranlasste frühzeitig Bevölkerungswarnungen sowie umfangreiche Messungen. Hierfür wurde ein eigener Einsatzabschnitt „Messen und Warnen“ eingerichtet. Unter Beteiligung des Umweltamtes der Stadt Essen wurde vorsorglich Umweltalarm ausgelöst.
Die Messungen verliefen überwiegend unauffällig. Zusätzlich unterstützte das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen mit Fachpersonal und einem Spezialmessfahrzeug. Die Bevölkerung wurde über Warn-Apps, soziale Medien sowie das Lokalradio informiert.
Der Feuerwehr gelang es im Verlauf des intensiven Löscheinsatzes, eine Brandausbreitung auf benachbarte Hallen zu verhindern. Nach mehreren Stunden konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Dabei kamen zahlreiche Atemschutztrupps sowie umfangreiche Spezialtechnik zum Einsatz. Besonders hilfreich erwies sich eine neu beschaffte Drohne, die Wärmebilder lieferte, Schadstoffe messen konnte und zur Ausleuchtung der Einsatzstelle beitrug.
Große Teile der Halle wurden vollständig zerstört. Zur Bekämpfung zahlreicher Glutnester wurde das Technische Hilfswerk hinzugezogen. Mithilfe schweren Räumgeräts wurden Brandstellen freigelegt und schrittweise abgelöscht. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.
Gegen 23:30 Uhr konnten die Maßnahmen der Feuerwehr beendet werden. Zur Sicherheit wurden nächtliche Brandnachschauen angeordnet, um ein Wiederaufflammen auszuschließen. Auch am Folgetag fallen umfangreiche Logistikarbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft an.
Die Ursache des Großbrandes ist derzeit noch unklar. Die Polizei Essen hat die Ermittlungen aufgenommen.
Während des Einsatzes war die Frillendorfer Straße vollständig gesperrt.
In der Spitze waren rund 85 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, LANUK, Technischem Hilfswerk sowie dem Umweltamt der Stadt Essen im Einsatz. Nach mehreren Stunden wurden die Kräfte vor Ort durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr abgelöst. Zur Sicherstellung des Grundschutzes besetzten ehrenamtliche Kräfte zudem verwaiste Feuerwachen nach.
Der Einsatz verdeutlicht erneut die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Kräften aller Essener Blaulichtorganisationen.
Die Feuerwehr bedankt sich abschließend ausdrücklich beim HELLWEG-Baumarkt an der Frillendorfer Straße, dessen Mitarbeitende den Markt kurzfristig schlossen und Flächen als Versorgungs- und Besprechungsbereiche für die Einsatzkräfte bereitstellten.
Quelle der Nachricht: Feuerwehr Essen

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