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Essen – Jugendlicher wegen dreifachen versuchten Mordes angeklagt

23.04.2026 | 08:42

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Essen – Jugendlicher wegen dreifachen versuchten Mordes angeklagt

(Symbolbild) (Bildquelle: Adobe Stock - MIND AND I)

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen Jugendlichen erhoben, der in Essen mehrere Menschen angegriffen haben soll. Die Opfer überlebten teils schwer verletzt.

Anklage erhoben

Die Bundesanwaltschaft hat am 31.03.2026 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf Anklage gegen den kosovarischen Staatsangehörigen Erjon S. erhoben.
Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, als Jugendlicher mit Verantwortungsreife des versuchten Mordes in drei Fällen schuldig zu sein.
Ihm werden dabei niedrige Beweggründe und Heimtücke als Mordmerkmale zur Last gelegt. Zudem ist er wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung angeklagt.

Tatvorwürfe

Nach den bisherigen Ermittlungen soll Erjon S. einer islamistisch-jihadistischen Ideologie folgen und Anfang September 2025 den Entschluss gefasst haben, selbst einen sogenannten „Jihad“ gegen vermeintlich Ungläubige zu führen.
Als erste Tatopfer wählte er demnach einen ihm bekannten Hausmeister sowie eine Lehrerin aus. Zudem soll er geplant haben, im Anschluss möglichst viele Menschen jüdischen Glaubens zu töten.
Am frühen Morgen des 05.09.2025 begab sich der Beschuldigte mit einem langen Messer bewaffnet zunächst zu einer Grundschule in Essen. Dort griff er den Hausmeister an, schlug auf ihn ein und setzte Pfefferspray ein. Da sich das Opfer wehrte, kam das Messer nicht zum Einsatz.
Anschließend attackierte er eine Lehrerin in seinem Berufskolleg und stach mehrfach gezielt auf ihren Oberkörper ein.
Im weiteren Verlauf suchte er zweimal die Alte Synagoge in Essen auf, traf dort jedoch nach eigenen Vorstellungen keine geeigneten Opfer an. Stattdessen stach er einem ihm unbekannten Mann auf offener Straße in den Rücken.
Alle Geschädigten überlebten die Angriffe, erlitten jedoch teils schwere Verletzungen.

Festnahme

Um eine Festnahme zu provozieren und nach bisherigen Erkenntnissen einen Märtyrertod herbeizuführen, lief der Beschuldigte schließlich mit einem Messer auf Polizeibeamte zu. Dabei wurde er durch einen Schuss im Gesicht verletzt.
Erjon S. wurde im Anschluss festgenommen und befindet sich seit dem 06.09.2025 in Untersuchungshaft.
Die Bundesanwaltschaft hatte das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Essen übernommen.
Quelle der Polizeinachricht: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof

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