Essen – Lkw mit verrutschter Ladung aus Stahlrohren gestoppt
Redaktion Polizeiticker Deutschland
In Essen-Altenessen-Nord hat die Polizei einen slowenischen Sattelzug mit rund 25 Tonnen unzureichend gesicherten Stahlrohren gestoppt. Die Ladung war verrutscht und drückte die Anhängerplane nach außen.
Die Polizei hat am Dienstag, 3. November 2026, in Essen-Altenessen-Nord einen Sattelzug mit gefährlich verrutschter Ladung aus dem Verkehr gezogen. Der Lastwagen transportierte rund 25 Tonnen Stahlrohre, die während der Fahrt ihre Position verändert hatten.
Auffällig gewölbte Plane macht Polizei misstrauisch
Gegen 12.10 Uhr waren Polizeibeamte auf der Gladbecker Straße in Essen-Altenessen-Nord unterwegs, als ihnen ein Sattelzug aus Slowenien auffiel.
Die Plane des Anhängers wölbte sich ungewöhnlich stark nach außen.
Die Einsatzkräfte hielten das Fahrzeug daraufhin in der II. Schnieringstraße an und kontrollierten die Ladung.
Dabei stellte sich heraus, dass die transportierten Stahlrohre während der Fahrt verrutscht waren und gegen die Seitenplane drückten.
Stahlrohre nicht ausreichend gesichert
Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten mehrere erhebliche Sicherheitsmängel.
Die rund 25 Tonnen schwere Ladung war nicht ausreichend gegen Verrutschen gesichert. Rutschhemmende Materialien oder Keile, die ein Verschieben der Stahlrohre hätten verhindern können, fehlten.
Zusätzlich waren Teile der hölzernen Unterkonstruktion unter dem hohen Gewicht der Ladung gebrochen.
Die Polizei bewertete den Zustand als so gefährlich, dass der Lastwagen seine Fahrt nicht fortsetzen durfte.
Sattelzug bereits aus Slowenien unterwegs
Im Rahmen der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Lastwagen seine Fahrt bereits in Slowenien begonnen hatte.
Trotz der unzureichenden Ladungssicherung hatte der Sattelzug damit eine längere Strecke bis nach Essen zurückgelegt.
Nach Angaben der Polizei blieb es während dieser Fahrt glücklicherweise bei der gefährlichen Situation. Ein Unfall wurde nicht gemeldet.
Straße gesperrt und Ersatzfahrzeug angefordert
Die verantwortliche Transportfirma muss nun ein Ersatzfahrzeug organisieren, damit die Stahlrohre sicher umgeladen und weitertransportiert werden können.
Bis zur Beseitigung der Gefahr bleibt die II. Schnieringstraße gesperrt.
Zum Zeitpunkt der Polizeimitteilung war noch nicht absehbar, wann die Straße wieder freigegeben werden kann.
Den 59-jährigen Fahrer erwartet wegen der festgestellten Verstöße gegen die Vorschriften zur Ladungssicherung ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.