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Europol geht gegen Terrorpropaganda der Revolutionsgarden vor

18.05.2026 | 10:05

Redaktion Polizeiticker Deutschland

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Nahaufnahme von Händen, die auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur in einer dunklen Umgebung tippen, was auf mögliche Online-Aktivitäten hinweist.

(Symbolbild) (Bildquelle: Polizei)

Im Kampf gegen terroristische Inhalte im Internet haben Ermittler aus 19 Ländern tausende Beiträge der iranischen Revolutionsgarden identifiziert und entfernen lassen.

In einer koordinierten Aktion gegen terroristische Online-Inhalte wurden insgesamt 14’200 Beiträge mit Bezug zu den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) ins Visier genommen. Die Organisation wurde am 19. Februar 2026 von der Europäischen Union offiziell als terroristische Organisation eingestuft.
Die Aktion wurde von der EU Internet Referral Unit (EU IRU) bei Europol geleitet. Ziel war es, die Online-Präsenz der IRGC zu identifizieren und zu stören, insbesondere Inhalte zur Propaganda, Rekrutierung und Finanzierung.

Internationale Zusammenarbeit

Insgesamt beteiligten sich 19 Länder an der Aktion:
Österreich, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Ukraine und die USA.
Zwischen dem 13. Februar und dem 28. April arbeiteten die Behörden in mehreren koordinierten Phasen zusammen: Sammlung von Informationen, Abgleich von Zielen und gemeinsame Meldungen an Online-Plattformen.

Umfang der Inhalte

Die Inhalte wurden über soziale Netzwerke, Streamingdienste, Blogs und eigenständige Webseiten verbreitet.
Die Propaganda erschien unter anderem auf:
  • Arabisch
  • Bahasa Indonesia
  • Englisch
  • Französisch
  • Persisch
  • Spanisch
Zu den Inhalten gehörten:
  • Reden mit religiöser Märtyrer-Rhetorik
  • politisch aufgeladene Botschaften
  • KI-generierte Videos zur Verherrlichung der IRGC
  • Aufrufe zur Rache für Ayatollah Ali Khamenei
Die Ermittlungen zeigten zudem Verbindungen zu verbündeten Gruppen wie:
Hisbollah
  • Ansar Allah
  • Hamas
  • PIJ
  • HAYI

Ergebnisse der Aktion

  • 14’200 verdächtige Links identifiziert
  • Mehrere koordinierte Löschwellen durchgeführt
  • Das Hauptkonto der IRGC auf X mit über 150’000 Followern wurde innerhalb der EU gesperrt
  • Tausende weitere Inhalte wurden entfernt oder werden derzeit überprüft

Neue Erkenntnisse über die Vorgehensweise

Die Ermittler stellten fest, dass die IRGC ein internationales Netzwerk von Hosting-Anbietern nutzt – unter anderem in Russland und den USA –, um ihre Online-Strukturen widerstandsfähig zu machen.
Ausserdem wurde die Nutzung von Kryptowährungen entdeckt, um Online-Aktivitäten zu finanzieren und klassische Finanzkontrollen zu umgehen.

Europols Rolle

Die Aktion ist Teil der laufenden Unterstützung von Europol für die EU-Mitgliedstaaten im Kampf gegen terroristische Aktivitäten im Internet und steht im Zusammenhang mit der EU-Sicherheitsstrategie „ProtectEU“.
Europol betont, dass terroristische Netzwerke ihre Methoden ständig anpassen und deshalb langfristige internationale Zusammenarbeit notwendig bleibt.
Quelle der Polizeinachricht: Europol

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