Europol und INTERPOL haben neue gemeinsame operative Schwerpunkte für die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität vereinbart. Im Fokus stehen unter anderem organisierte Kriminalität, Cyberkriminalität, Finanzdelikte und Terrorismus.
Europol und INTERPOL haben ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen internationale und grenzüberschreitende Kriminalität weiter vertieft. Beide Organisationen verständigten sich auf neue gemeinsame operative Schwerpunktziele (Joint Key Operational Priorities – JKOP), die die Zusammenarbeit im kommenden Jahr prägen sollen.
Der erneuerte Kooperationsrahmen umfasst mehrere zentrale Kriminalitätsbereiche. Dazu zählen die Bekämpfung organisierter Kriminalität, Cyberkriminalität, Wirtschafts- und Finanzkriminalität sowie des Terrorismus.
Die gemeinsamen Prioritäten wurden von operativen Fachleuten beider Organisationen erarbeitet. Ziel ist es, international agierende Tätergruppen und kriminelle Netzwerke schneller zu identifizieren, Informationen effektiver auszutauschen und grenzüberschreitende Ermittlungen enger zu koordinieren.
Die Vereinbarung wurde im Mai 2026 während der europäischen Regionalkonferenz von INTERPOL in Toledo in Spanien unterzeichnet.
Für Europol unterzeichnete der stellvertretende Exekutivdirektor für operative Angelegenheiten, Jean-Philippe Lecouffe. INTERPOL wurde durch Harald Arm, Exekutivdirektor für Polizeikapazitäten, sowie Stephen Fry vertreten.
Als zentrale Akteure der internationalen Sicherheitsarchitektur arbeiten Europol und INTERPOL bereits seit Jahren eng zusammen. Während Europol die Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten der Europäischen Union unterstützt, verfügt INTERPOL über ein weltweites Netzwerk von Polizeibehörden.
Durch die Bündelung ihrer Ressourcen und Kompetenzen sollen internationale Ermittlungen beschleunigt, gemeinsame Operationen verbessert und schwerwiegende grenzüberschreitende Straftaten wirksamer verfolgt werden.
Quelle der Polizeinachricht: Europol